1925-1939 AD., Germany, Weimar Republic, Kaffee Hag, German arms series, Weinheim an der Bergstrasse in Baden.
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State: Germany, Weimar Republic
Issuer: Kaffee Hag
Location of issue:
Date of issue: 1925-1939 AD.
Size: ca. 40 x 56 mm
Material: paper
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Obv.: Weinheim / Freistaat Baden / Kreis Mannheim , Durch eine eingebogene goldene Spitze, darin eine rote Weinleiter (Raste), geteilt, vorn in Schwarz ein linksgewendeter rot bewehrter, rot bezungter und rot gekrönter goldener Löwe, hinten von Silber und Blau schräggerautet.
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Weinheim (kurpfälzisch: Woinem) ist eine Mittelstadt im Nordwesten Baden-Württembergs. Sie liegt etwa 18 km nördlich von Heidelberg und etwa 15 km nordöstlich von Mannheim an der Badischen Bergstraße. Einwohner: 45.852 (31. Dez. 2024). Am 8. Oktober 1919: 14.550.
Weinheim ist die größte Stadt des Rhein-Neckar-Kreises. Wegen ihrer beiden Wahrzeichen, der Ruine Windeck und der Wachenburg, trägt sie den Beinamen „Zwei-Burgen-Stadt“. Bis 1803 war Weinheim Bestandteil der dann aufgelösten Kurpfalz; sprachlich gehört die Weinheimer Ortsmundart Woinemerisch zu den kurpfälzischen Dialekten. Der Ortsname leitet sich nicht von Wein, sondern vom fränkischen Personennamen Wino, = Freund, her. Winos Heim, Heim des Wino.
755 n. Chr. war die erste urkundliche Erwähnung Winenheims im Lorscher Codex, dem Urkundenbuch des Klosters Lorsch.
1000 n. Chr. verlieh Kaiser Otto III. Weinheim das Marktrecht, dem 1065 das Münzrecht folgte. Oberhalb des Ortes erbaute das Kloster Lorsch zur Sicherung seiner Besitzungen die Burg Windeck. Als Lorscher Vogt erhob Pfalzgraf Konrad Ansprüche auf Weinheim und die Burg. Nachdem 1232 das Lorscher Kloster dem Mainzer Bischof unterstellt worden war, kam es zu längeren Streitigkeiten zwischen Mainz und der Pfalz. Dies führte zu einem zweigeteilten Weinheim: Die Altstadt stand unter der Herrschaft der Erzbischöfe von Mainz. Um 1250 bauten aber die Pfalzgrafen aus dem seit 1214 regierenden Haus Wittelsbach, als Konkurrenz die Neustadt auf einer bisher unbesiedelten Terrasse über der Weschnitz auf. Die Neustadt bildet ihrerseits den Kern der heutigen, historischen Altstadt Weinheims.
Die Trennung in Alt- und Neustadt wurde im Hemsbacher Schiedsspruch von 1264 festgeschrieben: Die Neustadt, die hier erstmals als „Stadt“ bezeichnet wurde, und die Burg Windeck wurden dem Pfalzgrafen zugesprochen, die Altstadt blieb unter der Herrschaft von Mainz. 1308 ging in einem Gebietstausch auch die Altstadt auf die Pfalz über. Ab 1368 gehörte Weinheim zum unabtrennbaren Kerngebiet der Kurpfalz und unterstand seit Ende des 14. Jahrhunderts dem Oberamt Heidelberg. 1454 wurden die bis dahin verwaltungstechnisch immer noch getrennten Gebiete der Altstadt und der Neustadt zu einer Stadt vereinigt.
Im 17. Jahrhundert wurde Weinheim im Dreißigjährigen Krieg, im Holländischen Krieg und im Pfälzischen Erbfolgekrieg mehrfach von fremden Truppen erobert und die Burg Windeck zerstört.
1803 wurde die Kurpfalz aufgelöst, und Weinheim gelangte zu Baden, wo es Sitz eines Bezirksamtes wurde. Während der Badischen Revolution 1848 unterbrachen Weinheimer Revolutionäre die Bahnstrecke Frankfurt am Main–Heidelberg der Main-Neckar-Eisenbahn-Gesellschaft.
Wappen: „Durch eine eingebogene goldene Spitze, darin eine rote Weinleiter (Raste), geteilt, vorn in Schwarz ein linksgewendeter rot bewehrter, rot bezungter und rot gekrönter goldener Löwe, hinten von Silber und Blau schräggerautet.“
Die rote Weinleiter erscheint bereits im ältesten Stadtsiegel, von dem ein Abdruck aus dem Jahre 1337 erhalten ist. Es stimmt überein mit dem Wappen der Adelsfamilie Swende, die damals in Weinheim begütert war. Die Weinleiter spielt als sogenanntes redendes Bild auf den ersten Teil des Ortsnamens Weinheim an, obwohl sich der Ortsname nicht von Wein, sondern vom fränkischen Personennamen Wino, Freund, herleitet. Der Pfälzer Löwe und die Wittelsbacher Rauten erinnern an die 550-jährige Zugehörigkeit Weinheims zur Kurpfalz. Die heute übliche Form und Farbgebung des Wappens wurde 1899 festgelegt.
Kaffee HAG, die Kaffee-Handels-Aktiengesellschaft (Kaffee HAG), ist eine Marke für entkoffeinierten Kaffee von Jacobs Douwe Egbert (JDE). Sie geht zurück auf ein 1906 von Ludwig Roselius in Bremen gegründetes Unternehmen.
Im Rahmen der umfangreichen Öffentlichkeitsarbeit für seine Firma gab Roselius ab 1913 unter anderem auch Wappenzeichnungen als Sammlermarken heraus, die Reklamemarken genannt wurden. Für die Marken des Heraldikers Otto Hupp gab es entsprechende Sammelalben. Später wurden auch Alben in anderen europäischen Ländern ausgegeben.
Ein Kaffee-HAG-Album war ein Sammelalbum für Sammelbilder mit Wappen, die den Produkten der Marke Kaffee HAG in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts (einzeln) beilagen oder von der Firma (bogenweise) bezogen werden konnten. Die Sammelbilder wurden im Weltformat V (4 × 5,66 cm) produziert.
Im Jahr 1913 berichteten die Medien erstmals von der Absicht der Firma Kaffee Hag, die Wappen aller Gemeinden, Flecken und Dörfer Deutschlands, der Schweiz, Hollands und Frankreichs einer breiten Öffentlichkeit in Form von Werbemarken näher zu bringen. Allein die Reihe Deutsche Ortswappen sollte 3000 Wappen umfassen, tatsächlich wurden es noch mehr. Die den Kaffeepackungen beigelegten Wappenmarken sollten von den Konsumenten gesammelt und getauscht werden. Eine gewisse Anzahl von Bons berechtigte zum Bezug eines Albums, in welches die Marken eingeklebt werden konnten. Später – so die Vorstellung der Firma Hag – sollten auch geistliche und Geschlechterwappen in die Sammlung miteinbezogen werden.
Zur Umsetzung des Projektes wurden namhafte Sachverständige auf dem Gebiet der Heraldik beigezogen. So wurden die deutschen Wappen von Otto Hupp, einem der damals international angesehensten Heraldiker, gezeichnet. Die Schweizer Wappen wurden in enger Verbindung mit der „Schweizer Heraldischen Gesellschaft“ hergestellt, deren Präsident Paul Ganz die richtige Zuordnung der Wappen überwachte. Die holländische Sammlung stammte von dem Heraldiker Sytze Gerke van der Laars. Dem französischen Wappenalbum (vertrieben unter dem Handelsnamen Sanka) wurde auch eine Landkarte mit Übersicht über die Départements beigegeben. In Österreich wurde das erste Sammelbuch erst 1931 ausgegeben. Es enthielt eine Serie von 150 Wappenmarken mit den Landes-, Städte- und Gemeindewappen. Die Wappenbilder waren ein Werk des Wappenmalers Ernst Krahl, eines Neffen von Karl Krahl.
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