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1923 AD., Germany, Weimar Republic, Buer (Stadt), Notgeld, currency issue, 1.000.000.000.000 Mark, Keller 659g.3. Obverse 
State: Germany, Weimar Republic 
Issuer: Buer (Westfalen) Stadt
Location of issue: Buer (Westfalen) 
Date of issue: 23.10.1923
Value: 1.000.000.000.000 / 1000000000000 / Eine Billion Mark
Size: 140 x 92 mm
Material: paper 
Watermark: Verschlungene Kreise 
Serial : -
Serial no. : -
Signatures: (2)
Printer: 
Obv.:  … , schwarzer Text und Stadtwappen links, im violettem Unterdruck zwei Arbeiter beiderseits Stadtwappen.
Rev.: (leer) .
References: Keller 659g.3 ; Tieste 05.28 .

Buer (mit Dehnungs-e) ist eine ehemalige Gemeinde in Vest und Kreis Recklinghausen sowie eine ehemalige kreisfreie Stadt und Großstadt in Westfalen. Bis zum Jahre 1928 war Buer als „Freiheit“ (ab 1448) und als Stadt „Buer in Westfalen“ (ab 1911) selbständig. Die seit dem Jahr 1816 eingerichtete Bürgermeisterei Buer, später Amt Buer, war bis 1885 auch für die spätere Stadt Gladbeck, bis 1891 für die Freiheit Horst und bis 1911 für die Freiheit Westerholt – heute Stadtteil von Herten – zuständig.
Im Jahr 1928 wurden Buer, Horst und das südlich angrenzende Gelsenkirchen zur neuen Stadt Gelsenkirchen-Buer zusammengelegt, die bereits 1930 in Gelsenkirchen umbenannt wurde. Seither wurde und wird in der Umgebung unter Buer oder Gelsenkirchen-Buer meistens die Nordhälfte Gelsenkirchens verstanden. Inzwischen jedoch ist Gelsenkirchen-Buer nominell nur einer von 18 Stadtteilen (einer der 8 Teile nördlich der Emscher) im Stadtbezirk Gelsenkirchen-Nord. Als Buer wird lediglich der alte Stadtkern (mit den Gebieten der ehemaligen Bauerschaften Löchter, Bülse und Heege) bezeichnet. 
Der Ort Buer wurde um 1147 als Buron erwähnt, jedoch geht seine erste schriftliche Erwähnung auf eine kirchliche Urkunde des Kölner Erzbischofs Heribert im Jahre 1003 zurück, in der Buer als Puira bezeichnet wurde. Die Urkunde bezog sich auf das Kirchspiel Buer bzw. die heutige Sankt Urbanuskirche, die früher der Dorfmittelpunkt war. Im Jahr 1180 wurde Buer durch die Auflösung des Herzogtums Sachsen ebenso wie das Vest Recklinghausen dem Kurfürstentum Köln zugeteilt. Im 13. Jahrhundert hatten sich die zwölf Bauerschaften Hassel, Scholven, Bülse, Sutum, Beckhausen, Heege, Holthausen, Löchter, Eckerresse, Surresse, Middelich und Erle um das Dorf Buer angesiedelt. Das Buersche Gebiet gehörte damals zum Kloster Werden. Dessen Ministeriale, die Herren von Buer, besaßen den Schultenhof und die Burg Buer bis ca. 1400. 
Die Siedlung und die benachbarten Bauerschaften gehörten zum Vest Recklinghausen. Am 18. April 1448 erhielt das Dorf als „Freiheit“ besondere Rechte, unter anderem der Bau einer Stadtbefestigung (ein Wall existierte bis 1770) und die Bewachung der Stadttore. Weiterhin wurde es aus dem Lehnsverhältnis zum Kloster Werden entlassen. Dies wird mit der Urkunde vom Landesherren Dietrich v. Mörs bezeugt. Außerdem wurde der „Freiheit Buer“ ein Wappen mit einer bewurzelten Linde (Buersche Linde), auf der mittig die Abbildung des kurkölnischen Kreuzes zu finden ist, verliehen. Unter der Buerschen Linde wurden lange Zeit Gerichte und Ratssitzungen abgehalten. Zu dieser Zeit gab es in der „Freiheit Buer“ etwa 50 Häuser. 1503 wurde Bernd von Westerholt mit der Hälfte von Buer belehnt.  Im Jahr 1548 wurde Buer durch Truppen des abgesetzten Kurfürsten G. Truchsess niedergebrannt. 1648 wurde eine Kornbrennerei in Buer gegründet. Das Gebäude wird heute für die Gaststätte „Hexenhäuschen“, die an der Marienstraße liegt, genutzt. Im 17. Jahrhundert ging es durch Kriege, Krankheiten und Brände turbulent in Buer zu. Der bekannteste Großbrand am 25. Mai 1688 zerstörte Buer fast vollständig. Es wurden 85 von 90 Häusern und die Kirche Sankt Urbanus zerstört. Der Wiederaufbau dauerte etwa 20 Jahre. 
1802 kam Buer zusammen mit dem benachbarten Horst zum Herzogtum Arenberg, 1811 zum Großherzogtum Berg. Vom dortigen Großherzog wurde Buer zur „Mairie Buer“ erhoben. 1813 kam Buer zum preußischen Zivilgouvernement zwischen Weser und Rhein, 1815 nach dem Wiener Kongress endgültig an Preußen (Provinz Westfalen). 1816 wurde im neu gebildeten Regierungsbezirk Münster der Landkreis Recklinghausen aus dem Vest Recklinghausen und der Herrlichkeit Lembeck gegründet. Innerhalb dieser entstand die Bürgermeisterei Buer, welche zunächst neben der Gemeinde Buer drei weitere Gemeinden verwaltete. 1844 wurde die Bürgermeisterei in Amt Buer umbenannt. In den folgenden Jahrzehnten wurden infolge des immensen Bevölkerungszuwachses aufgrund der Industrialisierung Gladbeck (1885), Horst (1891) und Westerholt (1911) als eigenständige Ämter aus dem Amt Buer ausgelagert. 
Durch die im Jahre 1856 genehmigten Untersuchungen des Steinkohlegebirges wurde im Umkreis von Buer das große Zechenwachstum ausgelöst, wodurch Buer langsam zur Großstadt heranwuchs. Neben der bekannteren Zeche Hugo (1873–2000), existierten noch im näheren Umkreis, Zeche Bergmannsglück (1903–1983) in Hassel und die Zeche Scholven (1908–1963) in Scholven, die Zeche Nordstern (1858–1993) in Horst, sowie die Zeche Graf Bismarck (1882–1966) in Erle, Zeche Ewald (1895–2000) in Resse bzw. Herten und Zeche Westerholt (1907–2008) in Westerholt. 
1911 erhielt die Gemeinde Buer die Stadtrechte. 1912 schied „Buer in Westfalen“ aus dem Kreis Recklinghausen aus, um eine kreisfreie Stadt zu werden. Aus dem Rest des Amtes Buer, der Gemeinde Westerholt, wurde das Amt Westerholt gebildet. Im Zuge dessen wurde der Stadt Buer 1913 ein neues Wappen verliehen, das unter einer Burgmauer mit drei Türmen die Buersche Linde mit kurkölnischem Kreuz und zusätzlich am Stamm der Linde die Bergarbeiterwerkzeuge Schlägel und Eisen zeigt. 
1923 löste die Ruhrbesetzung den Ruhrkampf aus. 

Schlüsselwörter: Germany Weimar Republic Buer Stadt Westfalen Notgeld currency 1.000.000.000.000 1000000000000 Billion Mark paper arms worker blank

1923 AD., Germany, Weimar Republic, Buer (Stadt), Notgeld, currency issue, 1.000.000.000.000 Mark, Keller 659g.3. Obverse

State: Germany, Weimar Republic
Issuer: Buer (Westfalen) Stadt
Location of issue: Buer (Westfalen)
Date of issue: 23.10.1923
Value: 1.000.000.000.000 / 1000000000000 / Eine Billion Mark
Size: 140 x 92 mm
Material: paper
Watermark: Verschlungene Kreise
Serial : -
Serial no. : -
Signatures: (2)
Printer:
Obv.: … , schwarzer Text und Stadtwappen links, im violettem Unterdruck zwei Arbeiter beiderseits Stadtwappen.
Rev.: (leer) .
References: Keller 659g.3 ; Tieste 05.28 .

Buer (mit Dehnungs-e) ist eine ehemalige Gemeinde in Vest und Kreis Recklinghausen sowie eine ehemalige kreisfreie Stadt und Großstadt in Westfalen. Bis zum Jahre 1928 war Buer als „Freiheit“ (ab 1448) und als Stadt „Buer in Westfalen“ (ab 1911) selbständig. Die seit dem Jahr 1816 eingerichtete Bürgermeisterei Buer, später Amt Buer, war bis 1885 auch für die spätere Stadt Gladbeck, bis 1891 für die Freiheit Horst und bis 1911 für die Freiheit Westerholt – heute Stadtteil von Herten – zuständig.
Im Jahr 1928 wurden Buer, Horst und das südlich angrenzende Gelsenkirchen zur neuen Stadt Gelsenkirchen-Buer zusammengelegt, die bereits 1930 in Gelsenkirchen umbenannt wurde. Seither wurde und wird in der Umgebung unter Buer oder Gelsenkirchen-Buer meistens die Nordhälfte Gelsenkirchens verstanden. Inzwischen jedoch ist Gelsenkirchen-Buer nominell nur einer von 18 Stadtteilen (einer der 8 Teile nördlich der Emscher) im Stadtbezirk Gelsenkirchen-Nord. Als Buer wird lediglich der alte Stadtkern (mit den Gebieten der ehemaligen Bauerschaften Löchter, Bülse und Heege) bezeichnet.
Der Ort Buer wurde um 1147 als Buron erwähnt, jedoch geht seine erste schriftliche Erwähnung auf eine kirchliche Urkunde des Kölner Erzbischofs Heribert im Jahre 1003 zurück, in der Buer als Puira bezeichnet wurde. Die Urkunde bezog sich auf das Kirchspiel Buer bzw. die heutige Sankt Urbanuskirche, die früher der Dorfmittelpunkt war. Im Jahr 1180 wurde Buer durch die Auflösung des Herzogtums Sachsen ebenso wie das Vest Recklinghausen dem Kurfürstentum Köln zugeteilt. Im 13. Jahrhundert hatten sich die zwölf Bauerschaften Hassel, Scholven, Bülse, Sutum, Beckhausen, Heege, Holthausen, Löchter, Eckerresse, Surresse, Middelich und Erle um das Dorf Buer angesiedelt. Das Buersche Gebiet gehörte damals zum Kloster Werden. Dessen Ministeriale, die Herren von Buer, besaßen den Schultenhof und die Burg Buer bis ca. 1400.
Die Siedlung und die benachbarten Bauerschaften gehörten zum Vest Recklinghausen. Am 18. April 1448 erhielt das Dorf als „Freiheit“ besondere Rechte, unter anderem der Bau einer Stadtbefestigung (ein Wall existierte bis 1770) und die Bewachung der Stadttore. Weiterhin wurde es aus dem Lehnsverhältnis zum Kloster Werden entlassen. Dies wird mit der Urkunde vom Landesherren Dietrich v. Mörs bezeugt. Außerdem wurde der „Freiheit Buer“ ein Wappen mit einer bewurzelten Linde (Buersche Linde), auf der mittig die Abbildung des kurkölnischen Kreuzes zu finden ist, verliehen. Unter der Buerschen Linde wurden lange Zeit Gerichte und Ratssitzungen abgehalten. Zu dieser Zeit gab es in der „Freiheit Buer“ etwa 50 Häuser. 1503 wurde Bernd von Westerholt mit der Hälfte von Buer belehnt. Im Jahr 1548 wurde Buer durch Truppen des abgesetzten Kurfürsten G. Truchsess niedergebrannt. 1648 wurde eine Kornbrennerei in Buer gegründet. Das Gebäude wird heute für die Gaststätte „Hexenhäuschen“, die an der Marienstraße liegt, genutzt. Im 17. Jahrhundert ging es durch Kriege, Krankheiten und Brände turbulent in Buer zu. Der bekannteste Großbrand am 25. Mai 1688 zerstörte Buer fast vollständig. Es wurden 85 von 90 Häusern und die Kirche Sankt Urbanus zerstört. Der Wiederaufbau dauerte etwa 20 Jahre.
1802 kam Buer zusammen mit dem benachbarten Horst zum Herzogtum Arenberg, 1811 zum Großherzogtum Berg. Vom dortigen Großherzog wurde Buer zur „Mairie Buer“ erhoben. 1813 kam Buer zum preußischen Zivilgouvernement zwischen Weser und Rhein, 1815 nach dem Wiener Kongress endgültig an Preußen (Provinz Westfalen). 1816 wurde im neu gebildeten Regierungsbezirk Münster der Landkreis Recklinghausen aus dem Vest Recklinghausen und der Herrlichkeit Lembeck gegründet. Innerhalb dieser entstand die Bürgermeisterei Buer, welche zunächst neben der Gemeinde Buer drei weitere Gemeinden verwaltete. 1844 wurde die Bürgermeisterei in Amt Buer umbenannt. In den folgenden Jahrzehnten wurden infolge des immensen Bevölkerungszuwachses aufgrund der Industrialisierung Gladbeck (1885), Horst (1891) und Westerholt (1911) als eigenständige Ämter aus dem Amt Buer ausgelagert.
Durch die im Jahre 1856 genehmigten Untersuchungen des Steinkohlegebirges wurde im Umkreis von Buer das große Zechenwachstum ausgelöst, wodurch Buer langsam zur Großstadt heranwuchs. Neben der bekannteren Zeche Hugo (1873–2000), existierten noch im näheren Umkreis, Zeche Bergmannsglück (1903–1983) in Hassel und die Zeche Scholven (1908–1963) in Scholven, die Zeche Nordstern (1858–1993) in Horst, sowie die Zeche Graf Bismarck (1882–1966) in Erle, Zeche Ewald (1895–2000) in Resse bzw. Herten und Zeche Westerholt (1907–2008) in Westerholt.
1911 erhielt die Gemeinde Buer die Stadtrechte. 1912 schied „Buer in Westfalen“ aus dem Kreis Recklinghausen aus, um eine kreisfreie Stadt zu werden. Aus dem Rest des Amtes Buer, der Gemeinde Westerholt, wurde das Amt Westerholt gebildet. Im Zuge dessen wurde der Stadt Buer 1913 ein neues Wappen verliehen, das unter einer Burgmauer mit drei Türmen die Buersche Linde mit kurkölnischem Kreuz und zusätzlich am Stamm der Linde die Bergarbeiterwerkzeuge Schlägel und Eisen zeigt.
1923 löste die Ruhrbesetzung den Ruhrkampf aus.

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Schlüsselwörter:Germany / Weimar / Republic / Buer / Stadt / Westfalen / Notgeld / currency / 1.000.000.000.000 / 1000000000000 / Billion / Mark / paper / arms / worker / blank
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