State: Germany, Weimar Republic
Issuer: Osnabrück (town)
Location of issue: Osnabrück (town) (Han / Ns) Stadt
Date of issue: July 1921 AD.,
Value: 50 Pfennig
Size: ca. 94 x 64 mm
Material: paper
Watermark: Rautensterne
Serial : -
Serial no. : -
Signature: Rißmüller (1)
Printer: Gebrüder Jänecke, Hannover ; designer: Fr. L.
Obv.: Stadt Osnabrück / 50/pf - 50/pf / Diese Gutschein wird durch die Stadthauptkasse eingelöst. / Er wird ungültig einen Monat nach öffentlicher Aufkündigung. / Osnabrück im Juli 1921. Der Magistrat Rißmüller / Fr.L. . , Stadtwappen sechsspeichige Räder, beiderseits gehalten von zwei wilden Männern.
Rev.: .... , Der Dom in Osnabrück.
References: Grabowski/Mehl 1032.1-4/13 .
Osnabrück (westfälisch Ossenbrügge, älteres Platt Osenbrugge) ist eine Großstadt in Niedersachsen und Sitz des Landkreises Osnabrück. Die kreisfreie Stadt ist ein Oberzentrum Niedersachsens und Mittelpunkt des Osnabrücker Landes. Mit rund 165.000 Einwohnern zählt sie neben dem ähnlich großen Oldenburg und den größeren Städten Hannover und Braunschweig zu den vier größten Städten Niedersachsens und ist damit auch die größte westfälische Stadt auf niedersächsischem Boden. Die ca. 28.000 Studenten von Universität und Hochschule machen etwa 14 % der Gesamtbevölkerung aus. Für die Gründung der Stadt war die exponierte Lage an einem Knotenpunkt alter Handelsstraßen ursächlich. Im Mittelalter war Osnabrück Prinzipalstadt des westfälischen Quartiers der Hanse.
Bekannt wurde Osnabrück, gemeinsam mit dem ca. 50 km entfernten Münster, auch als Ort der Unterzeichnung des Westfälischen Friedens von 1648. Nach dem Wiener Kongress setzte eine „Entwestfalisierung“ in Osnabrück und Umland ein. Die westfälische Prägung Osnabrücks ist jedoch immer noch an dem von der einheimischen Bevölkerung gesprochenen Standarddeutsch, an der Architektur in und um Osnabrück sowie der regionalen Küche (siehe Westfälische Küche) deutlich zu erkennen. Die Stadt ist Sitz des 780 gegründeten Bistums Osnabrück.
Namenforscher vermuten, dass Osna (oder eine ähnliche Namensform) einst der Name eines Teilabschnitts der Hase war und später vom Flussnamen Hase verdrängt wurde, aber im Ortsnamen Osnabrück erhalten geblieben ist.
Das Wappen der Stadt Osnabrück zeigt in Silber ein sechsspeichiges stehendes schwarzes Rad. Das Rad als Münzzeichen des Hochstifts Osnabrück ist schon seit dem 13. Jahrhundert in den Siegeln nachzuweisen. Das Rad wird als Teil des Wagens Gottes (currus Dei) gedeutet, ein Zeichen der Kirche und des Evangeliums im Laufe der Zeit.
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Julius Rißmüller (* 28. November 1863 in Minden; † 30. Juni 1933 in Osnabrück) war Oberbürgermeister von Osnabrück. 1898 wurde er Stadtsyndikus von Osnabrück. Wenig später wurde er Bürgermeister von Osnabrück, ab 1904 mit dem Titel eines Oberbürgermeisters. In seiner Amtszeit stieg die Stadt zum wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum von Westhannover auf. Bei seinem Ausscheiden aus dem Amt 1927 wurde Rißmüller zum Ehrenbürger der Stadt ernannt.
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Der römisch-katholische Dom St. Peter (auch Dom St. Petrus) in Osnabrück ist die Kathedrale des Bistums Osnabrück. Der Dom ist ein spätromanisches Bauwerk und prägt seit seiner Entstehung die Silhouette der Stadt. Hauptpatron ist der heilige Petrus. Die Dompfarrgemeinde gehört zum Dekanat Osnabrück-Stadt des Bistums Osnabrück.
Fünfzehn Jahre nach der Bistumsgründung durch Karl den Großen entstand 785 die erste Kirche. Nach Zerstörung durch einen Brand im Jahre 890, vermutlich bei einem Überfall der Normannen, wurde sie wiederhergestellt. Annähernd so viel Fläche wie die heutige Kirche bedeckte erst die Basilika des 11. Jahrhunderts. Sie hatte einen kreuzförmigen Grundriss und einen mehrgeschossigen Westbau zwischen zwei Türmen. Von ihr erhalten ist Mauerwerk im unteren Teil der Westfassade.
Bischof Konrad III. ließ zwischen 1454 und 1482 das ganze Gebäude gründlich renovieren. 1490 wurde die Kreuzkapelle angebaut. Bis etwa 1500 hatte der Dom zwei gleich große romanische Westtürme. Von 1509 bis 1544 wurde der südliche durch den größeren heutigen gotischen Turm ersetzt und dieser mit einem hohen spitzen Pyramidendach versehen. 1529 musste der Vierungsturm wieder stabilisiert werden. Erst zwei Jahre später erhielt die Kirche ihr heutiges Westportal, nachdem dort die Taufkapelle entfernt worden war.
Im Abstand von mehr als anderthalb Jahrhunderten gingen die gotischen Turmhelme der Westtürme verloren und wurden durch barocke Hauben ersetzt, 1606 der nördliche, 1769–1771 der südliche. Alexander Behnes, der von 1882 bis 1910 für die Erhaltung des Bauwerks verantwortlich war, ließ etliche Um- und Anbauten vornehmen.