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Galerie > Medieval to Contemporary > Europe > Germany in general > German states and issue locations > Germany, Fraustadt
1917-1918 AD., Germany, 2nd Empire, Fraustadt, Stadt, Notgeld, currency issue, 5 Pfennig, Tieste 1945.05.15. IV 198726 Obverse 
State: Germany, 2nd Empire 
Issuer: Fraustadt (city) (deutsch Posen Pn / Polen: Wschowa) Stadt
Location of issue: Fraustadt (Stadt)
Date of issue: kein Datum (1917-1918 AD.), 
Value: 5 Pfennig
Size: ca. 69 x 49 mm
Material: paper
Watermark: verschlungene Kreise
Serial : REIHE IV
Serial no. : 198726 (Typ I und II, 2 mit geradem Fuß, 7 mit geschwungenem Kopfstrich) 
Signatures: (2)
Printer: Carl Flemming A.G., Glogau und Berlin
Obv.: ... , Wertzahl über Text, Wappen im Unterdruck.
Rev.: ... , Wertzahl über Text, Magistratsssiegel unten rechts.
References: Tieste 1945.05.15 .

Wschowa (deutsch: Fraustadt) ist heute die Kreisstadt des Powiat Wschowski und Sitz der Stadt- und Landgemeinde Wschowa in der Woiwodschaft Lebus (Leubus) in Polen. Die Stadt wurde um 1250 nach Magdeburger Recht in einem zwischen Schlesien und Großpolen umstrittenen Gebiet von deutschen Kolonisten gegründet. Schon im 12. Jahrhundert soll die Bevölkerung der Ortschaft deutsch gewesen sein. Die Si edlung entwickelte sich vermutlich an einer Grenzburg. Nach Meyers Lexikon wurde Fraustadt von Schlesiern angelegt und dem Herzogtum Glogau eingegliedert.
Die erste nachweisliche Nennung des Ortes als „Veschow“ datiert auf das Jahr 1248. Die erste Nennung als „Frowenstat Civitas“ stammt aus dem Jahre 1290. Bis 1343 wechselte der Besitz häufig, dann wurde das Fraustädter Land vom polnischen König Kasimir III. erobert und Fraustadt als unmittelbar dem König unterstellte Immediatstadt privilegiert. Das Fraustädter Land wurde ein eigenständiges Verwaltungsgebiet (Ziemia). Dennoch kam es zu wiederholten Versuchen der von Deutschen bewohnten Stadt, wieder mit dem benachbarten schlesischen Herzogtum Glogau vereint zu werden. König W?adys?aw II. Jagie??o bestimmte 1426, dass gegen Fraustadt „kein polnisches Recht gelten“ sollte. Im 16. Jahrhundert gehörte Fraustadt durch seine weitgehend deutsche Bürgerschaft zu den Hochburgen des Protestantismus in Polen. Trotz der Gegenreformation blieb Polen tolerant und nahm protestantische Glaubensflüchtlinge aus Schlesien auf. Der Starost Hieronimus Radomicki stiftete 1633 wegen des großen Andrangs die Neustadt nach Magdeburger Recht. Damit bestand Fraustadt aus der Altstadt mit zwei Vorstädten (Glogauer und Polnische), der Neustadt und den zwei Kämmereidörfern Nieder- und Oberpritschen. 
Mit der Zweiten Teilung Polens kam Fraustadt 1795 an Preußen und wurde 1816 Kreisstadt des Landkreises Fraustadt an der südwestlichen Grenze der Provinz Posen. Ab 1826 gab es eine lutherische, eine katholische und eine israelitische Elementarschule. Unterrichtssprache war in allen drei Elementarschulen Deutsch. Eine polnische Schule gab es mangels polnischer Bevölkerung nicht. 1840 zählte die Stadt 5303 Einwohner, von denen 568 Juden waren. Obwohl es für sie ein Niederlassungsverbot gab, das zuletzt 1768 von König Stanislaus II. August bekräftigt worden war, konnten sich einige Familien im Ort festsetzen. Mit der Angliederung an Preußen fielen alle Niederlassungsbeschränkungen für Juden, was zu einem raschen Zuzug führte. Die Zahl fluktuierte jedoch stark. 
Während der polnischen Erhebung in anderen Teilen der preußischen Provinz Posen im Frühjahr 1848 verlangte die Stadt, für den Fall einer Abtrennung der von Polen bewohnten Teile der Provinz, ihre weitere Zugehörigkeit zum Deutschen Bund eventuell durch Anschluss an die angrenzende Provinz Schlesien. Fraustadt wurde auch Standort einer preußischer Garnison. Deren hier stationierter, bekanntester Soldat war Paul von Hindenburg; er diente hier als Kompaniechef von 1884 bis 1885.  Unter Preußen setzte im Zuge der wirtschaftlichen Entwicklung auch ein Zuzug von Polen ein: 1871 zählte Fraustadt 6515 Einwohner (4100 Evangelische, 2050 Katholische, 350 Juden), darunter 410 (oder 6,3 %) Polen. Bis 1901 war der deutsche Bevölkerungsanteil auf 72,2 % zurückgegangen, während der polnische Anteil durch Zuzug und eine höhere Geburtenrate auf 27,8 % angewachsen war. Nach dem Ersten Weltkrieg, dem Versailler Vertrag und der Grenzziehung von 1920 verlor Fraustadt sein Hinterland und ein wirtschaftlicher Niedergang setzte ein. Nach 1938 gehörte die Stadt zur Provinz Niederschlesien. 
Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Fraustadt 1945 mit dem größten Teil Schlesiens an Polen und wurde in Wschowa umbenannt. Die deutschen Einwohner wurden – soweit sie nicht vorher geflohen waren – vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren teilweise Zwangsumgesiedelte aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war. 
Das Wappen der heute polnischen Stadt Wschowa (ehemals Fraustadt) zeigt auf blauem Grund ein silbernes Doppelkreuz (Jagiellonenkreuz), flankiert von zwei silbernen Ringen. Dieses Design wurde 1997 offiziell angenommen und basiert auf historischen Siegeln, wobei das Kreuz auf die polnische Königsdynastie verweist, während Ringbedeutung unbekannt bleibt. 

Wschowa (German: Fraustadt) is a town today in the Lubusz Voivodeship in western Poland with 13,875 inhabitants (2019). It is the capital of Wschowa County and a significant tourist site containing many important historical monuments.
Wschowa was originally a border fortress in a region disputed by the Polish dukes of Silesia and Greater Poland. After German colonists had established a settlement nearby, it received Magdeburg rights around 1250. The Old Polish name Veschow was first mentioned in 1248, while the Middle High German name Frowenstat Civitas first appeared in 1290. Despite forming part of Poland over centuries, the town was shaped by its German-speaking populace until 1945.
More on https://en.wikipedia.org/wiki/Wschowa     
    

Schlüsselwörter: Germany Empire Fraustadt Stadt town Posen Schlesien Poland Wschowa Notgeld currency Pfennig paper Carl Flemming Glogau Berlin arms seal cross

1917-1918 AD., Germany, 2nd Empire, Fraustadt, Stadt, Notgeld, currency issue, 5 Pfennig, Tieste 1945.05.15. IV 198726 Obverse

State: Germany, 2nd Empire
Issuer: Fraustadt (city) (deutsch Posen Pn / Polen: Wschowa) Stadt
Location of issue: Fraustadt (Stadt)
Date of issue: kein Datum (1917-1918 AD.),
Value: 5 Pfennig
Size: ca. 69 x 49 mm
Material: paper
Watermark: verschlungene Kreise
Serial : REIHE IV
Serial no. : 198726 (Typ I und II, 2 mit geradem Fuß, 7 mit geschwungenem Kopfstrich)
Signatures: (2)
Printer: Carl Flemming A.G., Glogau und Berlin
Obv.: ... , Wertzahl über Text, Wappen im Unterdruck.
Rev.: ... , Wertzahl über Text, Magistratsssiegel unten rechts.
References: Tieste 1945.05.15 .

Wschowa (deutsch: Fraustadt) ist heute die Kreisstadt des Powiat Wschowski und Sitz der Stadt- und Landgemeinde Wschowa in der Woiwodschaft Lebus (Leubus) in Polen. Die Stadt wurde um 1250 nach Magdeburger Recht in einem zwischen Schlesien und Großpolen umstrittenen Gebiet von deutschen Kolonisten gegründet. Schon im 12. Jahrhundert soll die Bevölkerung der Ortschaft deutsch gewesen sein. Die Si edlung entwickelte sich vermutlich an einer Grenzburg. Nach Meyers Lexikon wurde Fraustadt von Schlesiern angelegt und dem Herzogtum Glogau eingegliedert.
Die erste nachweisliche Nennung des Ortes als „Veschow“ datiert auf das Jahr 1248. Die erste Nennung als „Frowenstat Civitas“ stammt aus dem Jahre 1290. Bis 1343 wechselte der Besitz häufig, dann wurde das Fraustädter Land vom polnischen König Kasimir III. erobert und Fraustadt als unmittelbar dem König unterstellte Immediatstadt privilegiert. Das Fraustädter Land wurde ein eigenständiges Verwaltungsgebiet (Ziemia). Dennoch kam es zu wiederholten Versuchen der von Deutschen bewohnten Stadt, wieder mit dem benachbarten schlesischen Herzogtum Glogau vereint zu werden. König W?adys?aw II. Jagie??o bestimmte 1426, dass gegen Fraustadt „kein polnisches Recht gelten“ sollte. Im 16. Jahrhundert gehörte Fraustadt durch seine weitgehend deutsche Bürgerschaft zu den Hochburgen des Protestantismus in Polen. Trotz der Gegenreformation blieb Polen tolerant und nahm protestantische Glaubensflüchtlinge aus Schlesien auf. Der Starost Hieronimus Radomicki stiftete 1633 wegen des großen Andrangs die Neustadt nach Magdeburger Recht. Damit bestand Fraustadt aus der Altstadt mit zwei Vorstädten (Glogauer und Polnische), der Neustadt und den zwei Kämmereidörfern Nieder- und Oberpritschen.
Mit der Zweiten Teilung Polens kam Fraustadt 1795 an Preußen und wurde 1816 Kreisstadt des Landkreises Fraustadt an der südwestlichen Grenze der Provinz Posen. Ab 1826 gab es eine lutherische, eine katholische und eine israelitische Elementarschule. Unterrichtssprache war in allen drei Elementarschulen Deutsch. Eine polnische Schule gab es mangels polnischer Bevölkerung nicht. 1840 zählte die Stadt 5303 Einwohner, von denen 568 Juden waren. Obwohl es für sie ein Niederlassungsverbot gab, das zuletzt 1768 von König Stanislaus II. August bekräftigt worden war, konnten sich einige Familien im Ort festsetzen. Mit der Angliederung an Preußen fielen alle Niederlassungsbeschränkungen für Juden, was zu einem raschen Zuzug führte. Die Zahl fluktuierte jedoch stark.
Während der polnischen Erhebung in anderen Teilen der preußischen Provinz Posen im Frühjahr 1848 verlangte die Stadt, für den Fall einer Abtrennung der von Polen bewohnten Teile der Provinz, ihre weitere Zugehörigkeit zum Deutschen Bund eventuell durch Anschluss an die angrenzende Provinz Schlesien. Fraustadt wurde auch Standort einer preußischer Garnison. Deren hier stationierter, bekanntester Soldat war Paul von Hindenburg; er diente hier als Kompaniechef von 1884 bis 1885. Unter Preußen setzte im Zuge der wirtschaftlichen Entwicklung auch ein Zuzug von Polen ein: 1871 zählte Fraustadt 6515 Einwohner (4100 Evangelische, 2050 Katholische, 350 Juden), darunter 410 (oder 6,3 %) Polen. Bis 1901 war der deutsche Bevölkerungsanteil auf 72,2 % zurückgegangen, während der polnische Anteil durch Zuzug und eine höhere Geburtenrate auf 27,8 % angewachsen war. Nach dem Ersten Weltkrieg, dem Versailler Vertrag und der Grenzziehung von 1920 verlor Fraustadt sein Hinterland und ein wirtschaftlicher Niedergang setzte ein. Nach 1938 gehörte die Stadt zur Provinz Niederschlesien.
Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Fraustadt 1945 mit dem größten Teil Schlesiens an Polen und wurde in Wschowa umbenannt. Die deutschen Einwohner wurden – soweit sie nicht vorher geflohen waren – vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren teilweise Zwangsumgesiedelte aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war.
Das Wappen der heute polnischen Stadt Wschowa (ehemals Fraustadt) zeigt auf blauem Grund ein silbernes Doppelkreuz (Jagiellonenkreuz), flankiert von zwei silbernen Ringen. Dieses Design wurde 1997 offiziell angenommen und basiert auf historischen Siegeln, wobei das Kreuz auf die polnische Königsdynastie verweist, während Ringbedeutung unbekannt bleibt.

Wschowa (German: Fraustadt) is a town today in the Lubusz Voivodeship in western Poland with 13,875 inhabitants (2019). It is the capital of Wschowa County and a significant tourist site containing many important historical monuments.
Wschowa was originally a border fortress in a region disputed by the Polish dukes of Silesia and Greater Poland. After German colonists had established a settlement nearby, it received Magdeburg rights around 1250. The Old Polish name Veschow was first mentioned in 1248, while the Middle High German name Frowenstat Civitas first appeared in 1290. Despite forming part of Poland over centuries, the town was shaped by its German-speaking populace until 1945.
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Name des Albums:Arminius / Germany, Fraustadt
Schlüsselwörter:Germany / Empire / Fraustadt / Stadt / town / Posen / Schlesien / Poland / Wschowa / Notgeld / currency / Pfennig / paper / Carl / Flemming / Glogau / Berlin / arms / seal / cross
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