State: Germany, Weimar Republic
Issuer: Herne (town) Stadt
Location of issue: Herne (town) (Westfalen / Nordrhein-Westfalen) Stadt
Date of issue: 1.8.1920
Value: 10 Pfennig
Size: 71 x 41 mm
Material: paper
Watermark: -
Serial : -
Serial no. : 067968
Signatures: Dr. Sporleder & Dr. Surkamp(?) (2)
Printer:
Obv.: … , oben das Stadtwappen von 1900-1975.
Rev.: … , Schloß Strünkede.
References: Tieste 2969.10.30 .
Herne ist eine Großstadt im Ruhrgebiet und in der Metropolregion Rhein-Ruhr in Nordrhein-Westfalen. Sie ist eine kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Arnsberg und in der Landesplanung als Mittelzentrum ausgewiesen. Herne gehört mit seinen etwa 161.000 (2020) Einwohnern zu den kleineren Großstädten des Landes.
In der Vergangenheit war Herne vom Steinkohlebergbau geprägt. Bekannt waren dabei die Zechen Shamrock, Constantin, Mont Cenis und Friedrich der Große.
Um 880 erscheint der Name Hernes erstmals urkundlich als haranni (haar = Anhöhe) im ältesten Urbar des Klosters Werden.
Die Stadt Herne führte bis 1975 ein Wappen, das, nach älterem Vorbild von 1900, seit 1937 im Gebrauch war. Es zeigte einen Eichbaum auf „rotem“, westfälischem Boden, der zugleich als Hügel ausgeformt, den historischen Namen Haranni (haar = Anhöhe) symbolisierte. Der Wappenschild im Fuß mit einem Kleeblatt vor den Bergmannswerkzeugen Schlägel und Eisen nahm Bezug auf die erste Herner Zeche Shamrock (=Kleeblatt).
Das Schloss Strünkede ist ein Wasserschloss im Herner Stadtteil Baukau inmitten eines ausgedehnten Schlossparks. Sein Name geht auf das mittelhochdeutsche Wort „strunk“ für „gerodeter Baum“ zurück. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts war das Schloss Sitz der freiherrlichen Familie von Strünkede. Seit 1938 sind die kultur- und stadtgeschichtlichen Sammlungen des Emschertal-Museums dort beheimatet.
Die Herren von Strünkede fanden im Jahre 1142 erstmals urkundlich Erwähnung, als ein Wessel von Strünkede, Lehnsmann der Grafen von Kleve, in einem Streit mit dem Stift Essen als Zeuge auftrat. Bernd von Strünkede hatte 1209 ein wichtiges höfisches Amt als klevischer Truchsess inne. Die erste urkundliche Nennung der damaligen Burg Strünkede als „castro nostro Strunkede“ datiert auf das Jahr 1243.
Georg Sporleder (* 2. Oktober 1877 in Güstrow; † 13. Juni 1959 in Oberkassel (Düsseldorf)) war ein deutscher Rechtsanwalt und Kommunalpolitiker. Von September 1913 bis September 1925 war er Oberbürgermeister von Herne.[4] Während der Ruhrbesetzung ausgewiesen, ließ er sich als Rechtsanwalt in Düsseldorf nieder. 1946 wurde er Bürgermeister in Oberkassel. Nachdem Oberkassel nach Düsseldorf eingemeindet wurde, war er wieder als Rechtsanwalt tätig.