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1918 AD., Germany, Weimar Republic, Schweidnitz, Stadt, Notgeld, currency issue, 50 Pfennig, Tieste 6775.20.02. 07892* Obverse 
State: Germany, Weimar Republic 
Issuer: Schweidnitz, Stadt
Location of issue: Schweidnitz, Niederschlesien
Date of issue: 28.11.1918
Value: 50 Pfennig
Size: 75 x 55 mm
Material: paper 
Watermark: Sechseckflechtwerk
Serial : -
Serial no. : 07892*
Signatures: (2)
Printer: 
Obv.:  … , Stadtwappen.
Rev.: … , Stadtwappen.
References: Tieste 6775.20.02 .

?widnica (deutsch Schweidnitz, schlesisch Schweinz, tschechisch Svídnice) ist heute eine Stadt in der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen. Sie ist zugleich Verwaltungssitz der Landgemeinde ?widnica und des Powiat ?widnicki. Von 1291 bis 1807 war Schweidnitz Residenzort des Herzogtums Schweidnitz. Die Stadt liegt in Niederschlesien, rund 50 Kilometer südwestlich von Breslau in einem fruchtbaren Tal zwischen dem Zobten- und dem Eulengebirge an der Schweidnitzer Weistritz. Einwohner: 52.874 (1. Jan. 2024). 
Der Name Schweidnitz (polnisch ?widnica) leitet sich wahrscheinlich vom slawischen Begriff für "Weide" (polnisch wierzba) oder einem Personennamen ab und weist auf die frühe Besiedlung einer weidenreichen Gegend hin, was in der Region Schlesien typisch ist, die seit jeher von slawischen Wurzeln geprägt wurde und später deutsche und andere Einflüsse erfuhr. 
Als Stadt ist Schweidnitz erstmals für das Jahr 1243 urkundlich belegt. Schweidnitz wurde als Rastort für Kauf- und Fuhrleute an der neu angelegten Straße entlang der Preseka errichtet. Zugleich übernahm es die militärischen Aufgaben der ehemaligen Kastellanei Gräditz, der u. a. der Schutz der durch das Schlesiertal nach Böhmen führenden Straße oblag. 
Im Jahr 1290 verfügte Schweidnitz über ein eigenes Münzrecht und eine Münzstätte. Schweidnitz gehörte zunächst zum Herzogtum Breslau und war ab 1290/91 neben dem Fürstenstein Sitz des eigenständigen Herzogtums Schweidnitz. 
Mit dem Vertrag von Trentschin lag auch Schweidnitz ab 1335 innerhalb der Grenzen des Heiligen Römischen Reichs. Zusammen mit dem Herzogtum fiel es nach dem Tod des Herzogs Bolko II. 1368 erbrechtlich an den römisch-deutschen und böhmischen König Wenzel, der ein Sohn der Herzogin Anna von Schweidnitz war. Allerdings verfügte Bolkos II. Witwe Agnes von Habsburg bis zu ihrem Tod 1392 über die Nutznießung des nunmehr böhmischen Erbfürstentums Schweidnitz-Jauer. Dieses wurde durch Landeshauptleute verwaltet und gelangte 1526 zusammen mit der Krone Böhmen an die Habsburger. Ab 1522 breitete sich die Reformation in Schweidnitz aus. Mit Ausnahme der Nikolaikirche wurden alle Kirchen den Evangelischen übergeben und sämtliche Klöster aufgelöst. Der wirtschaftlichen Bedeutung nach stand Schweidnitz um 1550 unter den schlesischen Städten an zweiter Stelle hinter Breslau und war mit 5000 Einwohnern fast so groß wie dieses. 1580 gewährte Kaiser Rudolf II. in seiner Eigenschaft als König von Böhmen der Stadt Schweidnitz das Privileg der freien Ratswahl. Zu einem Niedergang des Wohlstands kam es im Dreißigjährigen Krieg. 1629–1654 musste die Stadt für die Verpflegung der einquartierten Soldaten mehr als 370.000 Taler ausgeben. 1642 wurde die Stadt von den Schweden unter Lennart Torstensson erobert. Von den 1300 Häusern sollen nach dem Krieg nur 118 unversehrt gewesen und nur noch 200 Einwohner übrig geblieben sein. Dadurch ging die wirtschaftliche Bedeutung verloren, dennoch blieb Schweidnitz im 17. Jahrhundert als Münzstätte erhalten. Durch die ab 1622/24 gezielt verfolgte Rekatholisierung konnten die Ordensangehörigen der Dominikaner und der Franziskaner nach Schweidnitz zurückkehren. 1664 errichteten die Jesuiten ein Kollegiatstift neben der Stadtpfarrkirche, die ihnen 1637 übergeben worden war. 
Nach dem Ersten Schlesischen Krieg (1740–1742) fiel Schweidnitz mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen. Nachfolgend ließ König Friedrich II. die Stadt zu einer Festung ausbauen. Trotzdem wurde es im Siebenjährigen Krieg von den Österreichern mehrmals erobert. Der österreichische General Franz Guasco ergab sich am 9. Oktober d. J. Danach fiel Schweidnitz endgültig an Preußen. Im Vierten Koalitionskrieg ergab sich am 16. Februar 1807 die Festung Schweidnitz den Franzosen. 
Nach der Neugliederung Preußens gehörte Schweidnitz seit 1815 zur Provinz Schlesien und war ab 1816 Sitz des Landkreises Schweidnitz. 1844 erhielt Schweidnitz mit der Nebenstrecke nach Königszelt Anschluss an die Bahnstrecke Breslau–Waldenburg. Nachfolgend erfolgte eine Industrialisierung der Stadt. Es entstanden Unternehmen der Maschinen-, Elektro- und Rundfunkindustrie und Möbel- und Spielzeugfabriken. 
Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurden etwa zwei Drittel der Einwohner ins nahe Gebirge und das Sudetenland evakuiert. Am 8. Mai 1945 besetzte die Rote Armee das kaum zerstörte Schweidnitz und plünderte es mehrere Tage, verbunden mit Vergewaltigungen und Brandstiftungen und ersten Vertreibungen. Unter dem sowjetischen Militärkommandanten etablierte sich neben der deutschen Stadtverwaltung ab dem 17. Mai eine Verwaltung der Volksrepublik Polen unter Felix Olczyk, die im Juli nach Auflösung der sowjetischen Kommandantur die Stadt übernahm. Schweidnitz erhielt den polnischen Namen ?widnica. In den Jahren 1945 bis 1947 erfuhr die bis dahin deutsch besiedelte Stadt durch die Vertreibung der Einheimischen und die Zuwanderung von Polen stufenweise einen völligen Bevölkerungsaustausch. 
Wappen: Blasonierung: Geviert, im ersten und vierten schwarzen Feld eine goldene Krone, im zweiten in Silber ein roter Greif, im dritten in Silber ein links hinspringender schwarzer Eber.  Bis zum Jahr 1492 besaß Schweidnitz zwei Stadtwappen. Der rote Greif, der seit dem Jahr 1284 bekannt ist, war ein altes Stadtsiegelbild. Das schwarze Eberschwein wurde seit 1335 auf Schöffensiegeln verwendet. Es spielt auf den Ortsnamen an. Beide galten als gleichberechtigt. Auf Antrag der Stadt Schweidnitz gestattete König Vladislav II. von Böhmen am 29. November 1492, dem Wappen eine Krone hinzuzufügen. Daraufhin vereinigten die Schweidnitzer beide Wappen mit der Krone zum heute bekannten Stadtwappen. 

Schlüsselwörter: Germany Weimar Republic Schweidnitz Stadt town Niederschlesien Swidnica Poland Notgeld currency Pfennig paper arms

1918 AD., Germany, Weimar Republic, Schweidnitz, Stadt, Notgeld, currency issue, 50 Pfennig, Tieste 6775.20.02. 07892* Obverse

State: Germany, Weimar Republic
Issuer: Schweidnitz, Stadt
Location of issue: Schweidnitz, Niederschlesien
Date of issue: 28.11.1918
Value: 50 Pfennig
Size: 75 x 55 mm
Material: paper
Watermark: Sechseckflechtwerk
Serial : -
Serial no. : 07892*
Signatures: (2)
Printer:
Obv.: … , Stadtwappen.
Rev.: … , Stadtwappen.
References: Tieste 6775.20.02 .

?widnica (deutsch Schweidnitz, schlesisch Schweinz, tschechisch Svídnice) ist heute eine Stadt in der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen. Sie ist zugleich Verwaltungssitz der Landgemeinde ?widnica und des Powiat ?widnicki. Von 1291 bis 1807 war Schweidnitz Residenzort des Herzogtums Schweidnitz. Die Stadt liegt in Niederschlesien, rund 50 Kilometer südwestlich von Breslau in einem fruchtbaren Tal zwischen dem Zobten- und dem Eulengebirge an der Schweidnitzer Weistritz. Einwohner: 52.874 (1. Jan. 2024).
Der Name Schweidnitz (polnisch ?widnica) leitet sich wahrscheinlich vom slawischen Begriff für "Weide" (polnisch wierzba) oder einem Personennamen ab und weist auf die frühe Besiedlung einer weidenreichen Gegend hin, was in der Region Schlesien typisch ist, die seit jeher von slawischen Wurzeln geprägt wurde und später deutsche und andere Einflüsse erfuhr.
Als Stadt ist Schweidnitz erstmals für das Jahr 1243 urkundlich belegt. Schweidnitz wurde als Rastort für Kauf- und Fuhrleute an der neu angelegten Straße entlang der Preseka errichtet. Zugleich übernahm es die militärischen Aufgaben der ehemaligen Kastellanei Gräditz, der u. a. der Schutz der durch das Schlesiertal nach Böhmen führenden Straße oblag.
Im Jahr 1290 verfügte Schweidnitz über ein eigenes Münzrecht und eine Münzstätte. Schweidnitz gehörte zunächst zum Herzogtum Breslau und war ab 1290/91 neben dem Fürstenstein Sitz des eigenständigen Herzogtums Schweidnitz.
Mit dem Vertrag von Trentschin lag auch Schweidnitz ab 1335 innerhalb der Grenzen des Heiligen Römischen Reichs. Zusammen mit dem Herzogtum fiel es nach dem Tod des Herzogs Bolko II. 1368 erbrechtlich an den römisch-deutschen und böhmischen König Wenzel, der ein Sohn der Herzogin Anna von Schweidnitz war. Allerdings verfügte Bolkos II. Witwe Agnes von Habsburg bis zu ihrem Tod 1392 über die Nutznießung des nunmehr böhmischen Erbfürstentums Schweidnitz-Jauer. Dieses wurde durch Landeshauptleute verwaltet und gelangte 1526 zusammen mit der Krone Böhmen an die Habsburger. Ab 1522 breitete sich die Reformation in Schweidnitz aus. Mit Ausnahme der Nikolaikirche wurden alle Kirchen den Evangelischen übergeben und sämtliche Klöster aufgelöst. Der wirtschaftlichen Bedeutung nach stand Schweidnitz um 1550 unter den schlesischen Städten an zweiter Stelle hinter Breslau und war mit 5000 Einwohnern fast so groß wie dieses. 1580 gewährte Kaiser Rudolf II. in seiner Eigenschaft als König von Böhmen der Stadt Schweidnitz das Privileg der freien Ratswahl. Zu einem Niedergang des Wohlstands kam es im Dreißigjährigen Krieg. 1629–1654 musste die Stadt für die Verpflegung der einquartierten Soldaten mehr als 370.000 Taler ausgeben. 1642 wurde die Stadt von den Schweden unter Lennart Torstensson erobert. Von den 1300 Häusern sollen nach dem Krieg nur 118 unversehrt gewesen und nur noch 200 Einwohner übrig geblieben sein. Dadurch ging die wirtschaftliche Bedeutung verloren, dennoch blieb Schweidnitz im 17. Jahrhundert als Münzstätte erhalten. Durch die ab 1622/24 gezielt verfolgte Rekatholisierung konnten die Ordensangehörigen der Dominikaner und der Franziskaner nach Schweidnitz zurückkehren. 1664 errichteten die Jesuiten ein Kollegiatstift neben der Stadtpfarrkirche, die ihnen 1637 übergeben worden war.
Nach dem Ersten Schlesischen Krieg (1740–1742) fiel Schweidnitz mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen. Nachfolgend ließ König Friedrich II. die Stadt zu einer Festung ausbauen. Trotzdem wurde es im Siebenjährigen Krieg von den Österreichern mehrmals erobert. Der österreichische General Franz Guasco ergab sich am 9. Oktober d. J. Danach fiel Schweidnitz endgültig an Preußen. Im Vierten Koalitionskrieg ergab sich am 16. Februar 1807 die Festung Schweidnitz den Franzosen.
Nach der Neugliederung Preußens gehörte Schweidnitz seit 1815 zur Provinz Schlesien und war ab 1816 Sitz des Landkreises Schweidnitz. 1844 erhielt Schweidnitz mit der Nebenstrecke nach Königszelt Anschluss an die Bahnstrecke Breslau–Waldenburg. Nachfolgend erfolgte eine Industrialisierung der Stadt. Es entstanden Unternehmen der Maschinen-, Elektro- und Rundfunkindustrie und Möbel- und Spielzeugfabriken.
Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurden etwa zwei Drittel der Einwohner ins nahe Gebirge und das Sudetenland evakuiert. Am 8. Mai 1945 besetzte die Rote Armee das kaum zerstörte Schweidnitz und plünderte es mehrere Tage, verbunden mit Vergewaltigungen und Brandstiftungen und ersten Vertreibungen. Unter dem sowjetischen Militärkommandanten etablierte sich neben der deutschen Stadtverwaltung ab dem 17. Mai eine Verwaltung der Volksrepublik Polen unter Felix Olczyk, die im Juli nach Auflösung der sowjetischen Kommandantur die Stadt übernahm. Schweidnitz erhielt den polnischen Namen ?widnica. In den Jahren 1945 bis 1947 erfuhr die bis dahin deutsch besiedelte Stadt durch die Vertreibung der Einheimischen und die Zuwanderung von Polen stufenweise einen völligen Bevölkerungsaustausch.
Wappen: Blasonierung: Geviert, im ersten und vierten schwarzen Feld eine goldene Krone, im zweiten in Silber ein roter Greif, im dritten in Silber ein links hinspringender schwarzer Eber. Bis zum Jahr 1492 besaß Schweidnitz zwei Stadtwappen. Der rote Greif, der seit dem Jahr 1284 bekannt ist, war ein altes Stadtsiegelbild. Das schwarze Eberschwein wurde seit 1335 auf Schöffensiegeln verwendet. Es spielt auf den Ortsnamen an. Beide galten als gleichberechtigt. Auf Antrag der Stadt Schweidnitz gestattete König Vladislav II. von Böhmen am 29. November 1492, dem Wappen eine Krone hinzuzufügen. Daraufhin vereinigten die Schweidnitzer beide Wappen mit der Krone zum heute bekannten Stadtwappen.

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