1927-1939 AD., Germany, Weimar Republic, Kaffee Hag, German arms series, Festenberg in Niederschlesien.
State: Germany, Weimar Republic
Issuer: Kaffee Hag
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Date of issue: 1927-1939 AD.
Size: 40 x 56 (46 x 56 mit Randstück) mm
Material: paper
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Obv.: Festenberg / Preußen – Prov. Niederschlesien / Regierungsbezirk Breslau , eine silberne (weiße) Burg oder Festung auf einem grünen Dreiberg vor rotem Hintergrund über Wellen.
Rev.: Festenberg / Stadt, 3384 Einwohner (1925) / … , schwarzer Text, mit wasserlöslichem Klebstoff beschichtet.
References: .
Twardogóra (deutsch Festenberg) ist heute eine Stadt im Powiat Ole?nicki der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen. Sie ist Sitz der gleichnamigen Stadt-und-Land-Gemeinde mit 12.521 Einwohnern (Stand 1. Januar 2024). Festenberg entstand als Marktort an einer Handelsstraße von Breslau nach Posen. Erstmals urkundlich erwähnt wurde „Vestenberg“, als es am 1. September 1293 vom Glogauer Herzog Heinrich III. das Neumarkter Stadtrecht erhielt.
Twardogóra liegt am Nordhang des Katzengebirges, etwa 18 Kilometer nordwestlich von Syców (Groß Wartenberg) und 40 Kilometer nordöstlich von Breslau.
Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Festenberg an Preußen. 1743 wurde es von Heinrich von Reichenbach erworben, der es 1744 seiner Standesherrschaft Goschütz eingliederte. 1910 wurde die Stadt elektrifiziert und 1908 erfolgte der Anschluss an das Eisenbahnnetz. Ausdruck dieser Entwicklung waren auch neue Institutionen wie eine Bank, eine Druckerei, das Amtsgericht Festenberg samt Gefängnis und das Rathaus am Ring, die vor dem Ersten Weltkrieg in Festenberg entstanden. Das Stadtgebiet von Festenberg vergrößerte sich 1908 und 1912 als der gesamte Gutsbezirk Alt Festenberg und 1910 die Landgemeinde Alt Festenberg (1895: 668 Einwohner) eingemeindet wurden. Festenberg gehörte zum Kreis Wartenberg (ab 1888: Kreis Groß Wartenberg).
Im Zweiten Weltkrieg wurde Festenberg am 23. Januar 1945 von der Roten Armee besetzt und fiel nach Kriegsende 1945 an Polen. Anschließend wurde es in Twardogóra umbenannt. 1945/46 wurden die deutschen Bewohner, soweit sie nicht schon vorher geflohen waren, von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde aus Festenberg vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren zum Teil Vertriebene aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war.
Wappen: Es zeigt eine silberne (weiße) Burg oder Festung auf einem grünen Dreiberg vor rotem Hintergrund über Wellen. Die Darstellung der „festen Burg“ auf einem Berg versinnbildlicht den deutschen Namen Festenberg sowie die polnische Bedeutung von Twardogóra („harter/fester Berg“).
Kaffee HAG, die Kaffee-Handels-Aktiengesellschaft (Kaffee HAG), ist eine Marke für entkoffeinierten Kaffee von Jacobs Douwe Egbert (JDE). Sie geht zurück auf ein 1906 von Ludwig Roselius in Bremen gegründetes Unternehmen.
Im Rahmen der umfangreichen Öffentlichkeitsarbeit für seine Firma gab Roselius ab 1913 unter anderem auch Wappenzeichnungen als Sammlermarken heraus, die Reklamemarken genannt wurden. Für die Marken des Heraldikers Otto Hupp gab es entsprechende Sammelalben. Später wurden auch Alben in anderen europäischen Ländern ausgegeben.
Ein Kaffee-HAG-Album war ein Sammelalbum für Sammelbilder mit Wappen, die den Produkten der Marke Kaffee HAG in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts (einzeln) beilagen oder von der Firma (bogenweise) bezogen werden konnten. Die Sammelbilder wurden im Weltformat V (4 × 5,66 cm) produziert.
Im Jahr 1913 berichteten die Medien erstmals von der Absicht der Firma Kaffee Hag, die Wappen aller Gemeinden, Flecken und Dörfer Deutschlands, der Schweiz, Hollands und Frankreichs einer breiten Öffentlichkeit in Form von Werbemarken näher zu bringen. Allein die Reihe Deutsche Ortswappen sollte 3000 Wappen umfassen, tatsächlich wurden es noch mehr. Die den Kaffeepackungen beigelegten Wappenmarken sollten von den Konsumenten gesammelt und getauscht werden. Eine gewisse Anzahl von Bons berechtigte zum Bezug eines Albums, in welches die Marken eingeklebt werden konnten. Später – so die Vorstellung der Firma Hag – sollten auch geistliche und Geschlechterwappen in die Sammlung miteinbezogen werden.
Zur Umsetzung des Projektes wurden namhafte Sachverständige auf dem Gebiet der Heraldik beigezogen. So wurden die deutschen Wappen von Otto Hupp, einem der damals international angesehensten Heraldiker, gezeichnet. Die Schweizer Wappen wurden in enger Verbindung mit der „Schweizer Heraldischen Gesellschaft“ hergestellt, deren Präsident Paul Ganz die richtige Zuordnung der Wappen überwachte. Die holländische Sammlung stammte von dem Heraldiker Sytze Gerke van der Laars. Dem französischen Wappenalbum (vertrieben unter dem Handelsnamen Sanka) wurde auch eine Landkarte mit Übersicht über die Départements beigegeben. In Österreich wurde das erste Sammelbuch erst 1931 ausgegeben. Es enthielt eine Serie von 150 Wappenmarken mit den Landes-, Städte- und Gemeindewappen. Die Wappenbilder waren ein Werk des Wappenmalers Ernst Krahl, eines Neffen von Karl Krahl.