1921 AD., Germany, Weimar Republic, Freudenstadt, Stadt, Notgeld, collector series issue, 50 Pfennig, Grabowski/Mehl 388.2-2/2. Reverse
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State: Germany, Weimar Republic
Issuer: Freudenstadt, Stadt
Location of issue: Freudenstadt (Wür / BW)
Date of issue: 1.1.1922 AD., gültig bis 1.12.1923
Value: 50 Pfennig
Size: ca. 114 x 75 mm
Material: paper
Watermark: G-S-Muster
Serial : -
Serial no. : -
Signatures: (2)
Printer: Stähle u. Friedel, Stuttgart ; designer: N. Feigenbaum (?)
Obv.: Unser Orgelwerckh macht Conrad Schott. Die Gnad hat er allein von Gott, der sein Lehrmeister wardt allein, Dann sonst hat er auff Erden kain, Niemand hat ihm solchs Demonstriert, Weil ihm schon ward sein Gsicht verfüert, Im sibnden Jahr seins Allters gschwind, Durch grosses Haubt, Mhe (?) wurd er blind, Nun hatt Gott im die Gnad auch gebn, Di Seipel hatt Er Gsehzt darneben, Da ward sein Aug, sein Kunft, sein Lehr, Alles in allem Gott sein heer. Dem sey allein, Lob Preiß und Ehr. Anno Domini 1604. Da zu mahl seines Alters 43.Jahr. Gültig bis 4.Dez.1923. Den 1. Januar 1922." Signiert durch Stadtschultheiß und Stadtpflege , Bildnis des Conrad Schott, in edler Kleidung und Mühlsteinkragen auf schwarzem Grund.
Rev.: Stadtgemeinde Freudenstadt.50Pfg. 1921 , evangelische Stadtkirche Freudenstadt.
References: Grabowski/Mehl 388.2-2/2 .
Freudenstadt ist eine Mittelstadt sowie Große Kreisstadt mit 24.464 Einwohnern (31. Dezember 2024) im Regierungsbezirk Karlsruhe in Baden-Württemberg. Sie ist Sitz des Landratsamtes Freudenstadt als Verwaltungsbehörde des Landkreises Freudenstadt. Freudenstadt ist ein anerkannter heilklimatischer und Kneippkurort sowie ein traditionell beliebter Urlaubsort. Daneben ist Freudenstadt bekannt für seinen sehr großen, fast quadratischen Marktplatz.
Die Stadt wurde 1599 von Herzog Friedrich I. von Württemberg gegründet. Scharfe Einschnitte in die Stadtentwicklung verursachten der Stadtbrand von 1632, die großen Bevölkerungsverluste im Dreißigjährigen Krieg und die weitgehende Zerstörung der Innenstadt im Zweiten Weltkrieg.
Freudenstadt liegt im nordöstlichen Schwarzwald. Es befindet sich rund 70 Kilometer südwestlich von Stuttgart und rund 60 Kilometer südlich von Karlsruhe auf einem Hochplateau am Ostrand des Nordschwarzwalds auf 591 bis 968 m ü. NN in der Region Nordschwarzwald.
Wappen: Blasonierung: „In Rot unter goldenem Schildhaupt, darin eine schwarze Hirschstange, ein goldenes ‚F‘, begleitet von zwei pfahlweisen, abgekehrten silbernen Fische (Barben).“
Wappenbegründung: Das Wappen wird seit 1603 geführt. Die Hirschstange symbolisiert das Herzogtum Württemberg, die Barben sind dem Wappen der Grafschaft Mömpelgard entnommen, die damals zu Württemberg gehörte, das „F“ verweist auf den Stadtgründer, Herzog Friedrich I. von Württemberg. Die heutige Blasonierung des Wappens – ursprünglich hatte es gänzlich eine rote Feldfarbe – wurde vermutlich erst um 1926 festgelegt.
N. Feigenbaum wird in als einer der Zeichner/Künstler im Kontext der "Zeitschrift für Deutschlands Buchdrucker" (1900) im Umfeld von Stähle & Friedel und anderen Stuttgarter Firmen aufgeführt.
Ein Bildnis des Conrad Schott, in edler Kleidung und Mühlsteinkragen auf schwarzem Grund, ziert das Zentrum der Banknote, gerahmt durch das oben zitierte Gedicht. Conrad Schott, 1561 in Stuttgart geboren (†1637), war ein Orgelbauer, welcher bereits in seiner Kindheit erblindete. Friedrich I. von Württemberg, welcher 1599 die Stadt Freudenstadt gründete und 1601 den Grundstein der Stadtkirche legen ließ, erwarb eine Orgel aus der Werkstatt Conrad Schotts zum dortigen Einsatz. Die Schott-Orgel, welche bereits 1604 fertiggestellt wurde, fand aufgrund von Baumaßnahmen erst 1606 ihren Weg in die Kirche.
Die Rückseite zeigt eine Ansicht der 1599 gegründeten Stadt mit Blick auf die Türme der evangelischen Stadtkirche. Die Kirche, deren Grundsteinlegung am 01.05.1601 unter dem Bauherren Elias Gunzenhäuser erfolgte, entstand ebenfalls im Auftrag von Friedrich I. von Württemberg. Nach dem Tod Gunzenhäusers 1606 fiel die Fertigstellung des Bauprojektes dem herzoglichen Hofbaumeister Heinrich Schickhardt zu.
Die Vorderseite der Banknoten weist in allen vier Ecken den Wert der Note über 50 Pfennig auf. Die Seitenränder präsentieren das Wappen der Stadt Freudenstadt, sowie eine Datierung des Scheines auf 1921. Das Wappen, verweist auf den Gründer der Stadt Friedrich I. von Württemberg. Die Hirschstange lässt sich dem Wappen des Haus Württemberg zuordnen, die abgekehrten Fische dem der Grafschaft Mömpelgard. Die evangelische Stadtkirche steht im Zentrum der Banknote, gerahmt durch die dunklen Felder der Seitenränder. Ihre Grundsteinlegung erfolgte am 01.05.1601 im Auftrag Friedrich I. von Württemberg durch Elias Gunzenhäuser. Nach dessen Tod übernahm Hofbaumeister Heinrich Schickhardt 1606 die Fertigstellung des Bauprojektes.
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