State: Germany, Weimar Republic
Issuer: Freudenstadt, Stadt
Location of issue: Freudenstadt (Wür / BW)
Date of issue: 1.1.1922 AD., gültig bis 1.12.1923
Value: 50 Pfennig
Size: ca. 114 x 75 mm
Material: paper
Watermark: G-S-Muster
Serial : -
Serial no. : -
Signatures: (2)
Printer: Stähle u. Friedel, Stuttgart ; designer: N. Feigenbaum (?)
Obv.: Freudenstadt Anno 1824. Nach dem Plan von Heinrich Schickhardt. Gültig bis 01.Dez.1923. , Signiert durch Stadtschultheiß und Stadtpflege , Ansicht der Stadt Freudenstadt aus dem Jahre 1824.
Rev.: Stadtgemeinde Freudenstadt. Erbaut nach dem Plan von Heinrich Schickhardt. 22.III.1599 , Heinrich Schickhardt und Friedrich I. von Württemberg in einem geschlossenen Raum. Schickhardt weist auf den Dreizeilenplan, dem Stadtplan von Freudenstadt, welchen dieser 1599 im Auftrag von Friedrich I. entwarf. Im Werk dargestellt ist die dritte und endgültige Version des Plans.
References: Grabowski/Mehl 388.3-2/3 .
Freudenstadt ist eine Mittelstadt sowie Große Kreisstadt mit 24.464 Einwohnern (31. Dezember 2024) im Regierungsbezirk Karlsruhe in Baden-Württemberg. Sie ist Sitz des Landratsamtes Freudenstadt als Verwaltungsbehörde des Landkreises Freudenstadt. Freudenstadt ist ein anerkannter heilklimatischer und Kneippkurort sowie ein traditionell beliebter Urlaubsort. Daneben ist Freudenstadt bekannt für seinen sehr großen, fast quadratischen Marktplatz.
Die Stadt wurde 1599 von Herzog Friedrich I. von Württemberg gegründet. Scharfe Einschnitte in die Stadtentwicklung verursachten der Stadtbrand von 1632, die großen Bevölkerungsverluste im Dreißigjährigen Krieg und die weitgehende Zerstörung der Innenstadt im Zweiten Weltkrieg.
Freudenstadt liegt im nordöstlichen Schwarzwald. Es befindet sich rund 70 Kilometer südwestlich von Stuttgart und rund 60 Kilometer südlich von Karlsruhe auf einem Hochplateau am Ostrand des Nordschwarzwalds auf 591 bis 968 m ü. NN in der Region Nordschwarzwald.
Wappen: Blasonierung: „In Rot unter goldenem Schildhaupt, darin eine schwarze Hirschstange, ein goldenes ‚F‘, begleitet von zwei pfahlweisen, abgekehrten silbernen Fische (Barben).“
Wappenbegründung: Das Wappen wird seit 1603 geführt. Die Hirschstange symbolisiert das Herzogtum Württemberg, die Barben sind dem Wappen der Grafschaft Mömpelgard entnommen, die damals zu Württemberg gehörte, das „F“ verweist auf den Stadtgründer, Herzog Friedrich I. von Württemberg. Die heutige Blasonierung des Wappens – ursprünglich hatte es gänzlich eine rote Feldfarbe – wurde vermutlich erst um 1926 festgelegt.
N. Feigenbaum wird in als einer der Zeichner/Künstler im Kontext der "Zeitschrift für Deutschlands Buchdrucker" (1900) im Umfeld von Stähle & Friedel und anderen Stuttgarter Firmen aufgeführt.
Eine Ansicht der Stadt Freudenstadt aus dem Jahre 1824 ziert die Vorderseite der Banknote. Durch die erhöhte Perspektive lässt sich Schickhardts Plan eines quadratischen Marktplatzes, umrandet von drei Häuserreihen, erkennen. Das Wappen der Stadt verweist auf Friedrich I. von Württemberg. Die Hirschstange lässt sich dem Haus Württemberg zuordnen, und die abkehrenden Fische der Grafschaft Mömpelgrad.
Am 02.03.1599 steckte Schickhardt unter Aufsicht des Herzogs die ersten Häuser und Straßen der Stadt ab. Das Datum, auf welches der untere Rand der Banknote verweist, galt fortan als Gründungsdatum der Stadt. Schickhardt (*05.02.1558 †14.01.1635) war bereits seit 1590 für den württembergischen Hof tätig, 1596 wurde er dessen herzoglicher Hofbaumeister.