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1919 AD., Germany, Weimar Republic, Bamberg (city), Notgeld, currency issue, 50 Pfennig, Tieste 0310.05.20. *B 220284 Obverse
State: Germany, Weimar Republic 
Issuer: Bamberg (city), Stadt Bamberg (Herausgeber)
Location of issue: Bamberg, Bayern, Oberfranken
Date of issue: 1919 
Value: 50 Pfennig
Size: 68 x 46 mm
Material: paper 
Watermark: Wellenbündel
Serial : *B
Serial no. : 220284
Signatures: (1)
Printer: Johann Nagengast Bamberg
Obv.:  … , rote Seriennummer und schwarzer Druck auf blauem Unterdruck, rechts das Siegel der Stadt Bamberg als Tockenstempel im Oval. Unten rechts Linienstempel „[Beza]hlt“. 
Rev.: … , Wertangabe im blauen Unterdruch, beiderseits das Stadtwappen (der heilige Georg mit Georgskreuz auf Brust und Fahne, neben ihm Schild mit Adler, Wappenfigur der Grafen von Andechs-Meranien) im Oval.
References: Tieste 0310.05.20 .

Die oberfränkische Stadt Bamberg hat zwischen 1917 und 1923 Notgeld ausgegeben. Bei der ersten Ausgabe von 1917 handelt es sich um Kleingeldscheine, die das Wappen der Stadt Bamberg zeigen. Auf dem Wappen ist der heilige Georg, neben ihm ein Schild mit Adler zu sehen. Der heilige Georg ist der Patron des Domkapitels, der Adler wird als Wappenfigur der Grafen von Andechs-Meranien gedeutet. Auf den folgenden Notgeldscheinen, die zwischen 1918 und 1922 emittiert werden, sind zahlreiche Sehenswürdigkeiten der Stadt abgebildet. Die Ausgaben aus dem Jahr 1923 sind in mehrfacher Hinsicht außergewöhnlich. Sie nehmen nicht nur Bezug zur Stadtgeschichte mit Darstellungen von Kaiser Heinrich II. und seiner Gemahlin Kunigunde. Heinrich II. gründete im Jahr 1007 das Bistum Bamberg. Zudem wird auf den Scheinen die Inflation thematisiert. Jede Wertstufe enthält ein Gedicht, verfasst von Eduard Diener, das die wirtschaftlichen und politischen Folgen der Geldentwertung aufzeigt, aber auch Hoffnung auf eine Besserung verspricht. Neben der Stadt haben noch zehn Unternehmen Notgeld emittiert. Zumeist handelt es sich dabei um Industriebetriebe, so zum Beispiel die Bamberger Beton- und Bau AG oder die Mechanische Baumwoll-Spinnerei & Weberei Bamberg.

Das Wappen der Stadt Bamberg zeigt den heiligen Georg. „In Rot ein stehender Ritter in silberner Rüstung mit einem roten Kreuz auf der Brust und einem silbernen Langschwert am Gurt; in der Rechten eine Lanze mit silbernem Fähnlein, darauf ein rotes Kreuz, die Linke gestützt auf einen blauen Schild mit silbernem Adler.“ 
Der heilige Georg gilt als Schutzpatron des Domkapitels. Zu erkennen ist er an dem Georgskreuz auf Brust und Fahne. Der Schild wird dem Adelsgeschlecht Andechs-Meranien zugeschrieben. Der heilige Georg hat hier zwei Funktionen: Er ist Gemeine Figur für das Wappen der Stadt Bamberg als auch Schildhalter für das Wappen der Grafen von Andechs-Meranien. Erste Verwendungen des Wappens in Form eines Siegels sind seit dem Jahr 1279 bekannt. Im Laufe wechselte die Gemeine Figur: Im 14. Jahrhundert war es Heinrich II. Im 15. und 16. Jahrhundert ist hingegen der Bamberger Löwe zu finden, bevor wieder der heilige Georg abgebildet wurde. Ebenso wurde im Schild der Adler durch einen Löwen ersetzt oder der kleine Schild fehlte gänzlich. 

Bamberg (mittelalterlich: Babenberg, bambergisch: Bambärch) ist eine kreisfreie Stadt im bayerischen Regierungsbezirk Oberfranken und Standort des Landratsamtes Bamberg. Sie ist die größte Mittelstadt Bayerns, Universitäts-, Schul- und Verwaltungsstadt, Sitz des Oberlandesgerichtes und der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg, wichtiges Wirtschaftszentrum Oberfrankens sowie Sitz des gleichnamigen römisch-katholischen Erzbistums und dessen Kirchenprovinz. Die Stadt ist mit rund 80.000 Einwohnern die fünftgrößte Stadt Frankens. 
Laut archäologischen Untersuchungen war der Bamberger Domberg bereits im 6. Jahrhundert besiedelt. In der Vita der heiligen Bilihild wurde Bamberg „um 718“ als Babenberg erwähnt. Diese Vita ist jedoch nur in einem Druck aus dem 18. Jahrhundert überliefert und die Überlieferungsgeschichte ist ungeklärt, sodass es fraglich ist, ob man diese Notiz als „Ersterwähnung“ werten kann. Im Jahre 902 wurde zum ersten Mal ein „Castrum Babenberch“ auf dem heutigen Domberg genannt. Es gehörte dem ostfränkischen Geschlecht der älteren Babenberger, die das Lehen 903 in einer blutigen Fehde mit den rheinfränkischen Konradinern verloren. Bei der sogenannten Babenberger Fehde starben drei babenbergische Brüder. Die Besitzungen fielen an den König und blieben bis 973 Königsgut. Kaiser Otto II. schenkte das Castrum seinem Vetter, dem Herzog von Bayern, Heinrich dem Zänker. 
Stadt und Stift wurden im Frieden von Lunéville dem Kurfürstentum Bayern als Kompensation für den Verlust der Pfalz an Frankreich in Aussicht gestellt. Noch vor der endgültigen Fixierung im Reichsdeputationshauptschluss begann Bayern am 2. September 1802 das Territorium des Hochstifts militärisch zu besetzen und erklärte das Gebiet am 29. November endgültig zu einer bayerischen Provinz. Fürstbischof Christoph Franz von Buseck trat zurück und besiegelte damit das Ende des selbständigen Hochstifts Bamberg. 
Nach dem Ersten Weltkrieg flüchtete am 7. April 1919 die kurz zuvor gewählte Bayerische Staatsregierung (Kabinett Hoffmann) in den Auseinandersetzungen um die Münchner Räterepublik nach Bamberg und forderte von dort aus militärische Unterstützung zur Niederschlagung der Räterepublik an. Nachdem die Räterepublik von Reichswehr und Freikorps gewaltsam beendet worden war, wurde am 14. August 1919 die Bamberger Verfassung als erste demokratische Verfassung für Bayern unterzeichnet. 

Schlüsselwörter: Germany Weimar Republic Bamberg town city Stadt Bayern Bavaria Oberfranken Franken Notgeld currency Pfennig paper Johann Nagengast seal stamp oval arms Saint George flag shield eagle

1919 AD., Germany, Weimar Republic, Bamberg (city), Notgeld, currency issue, 50 Pfennig, Tieste 0310.05.20. *B 220284 Obverse

State: Germany, Weimar Republic
Issuer: Bamberg (city), Stadt Bamberg (Herausgeber)
Location of issue: Bamberg, Bayern, Oberfranken
Date of issue: 1919
Value: 50 Pfennig
Size: 68 x 46 mm
Material: paper
Watermark: Wellenbündel
Serial : *B
Serial no. : 220284
Signatures: (1)
Printer: Johann Nagengast Bamberg
Obv.: … , rote Seriennummer und schwarzer Druck auf blauem Unterdruck, rechts das Siegel der Stadt Bamberg als Tockenstempel im Oval. Unten rechts Linienstempel „[Beza]hlt“.
Rev.: … , Wertangabe im blauen Unterdruch, beiderseits das Stadtwappen (der heilige Georg mit Georgskreuz auf Brust und Fahne, neben ihm Schild mit Adler, Wappenfigur der Grafen von Andechs-Meranien) im Oval.
References: Tieste 0310.05.20 .

Die oberfränkische Stadt Bamberg hat zwischen 1917 und 1923 Notgeld ausgegeben. Bei der ersten Ausgabe von 1917 handelt es sich um Kleingeldscheine, die das Wappen der Stadt Bamberg zeigen. Auf dem Wappen ist der heilige Georg, neben ihm ein Schild mit Adler zu sehen. Der heilige Georg ist der Patron des Domkapitels, der Adler wird als Wappenfigur der Grafen von Andechs-Meranien gedeutet. Auf den folgenden Notgeldscheinen, die zwischen 1918 und 1922 emittiert werden, sind zahlreiche Sehenswürdigkeiten der Stadt abgebildet. Die Ausgaben aus dem Jahr 1923 sind in mehrfacher Hinsicht außergewöhnlich. Sie nehmen nicht nur Bezug zur Stadtgeschichte mit Darstellungen von Kaiser Heinrich II. und seiner Gemahlin Kunigunde. Heinrich II. gründete im Jahr 1007 das Bistum Bamberg. Zudem wird auf den Scheinen die Inflation thematisiert. Jede Wertstufe enthält ein Gedicht, verfasst von Eduard Diener, das die wirtschaftlichen und politischen Folgen der Geldentwertung aufzeigt, aber auch Hoffnung auf eine Besserung verspricht. Neben der Stadt haben noch zehn Unternehmen Notgeld emittiert. Zumeist handelt es sich dabei um Industriebetriebe, so zum Beispiel die Bamberger Beton- und Bau AG oder die Mechanische Baumwoll-Spinnerei & Weberei Bamberg.

Das Wappen der Stadt Bamberg zeigt den heiligen Georg. „In Rot ein stehender Ritter in silberner Rüstung mit einem roten Kreuz auf der Brust und einem silbernen Langschwert am Gurt; in der Rechten eine Lanze mit silbernem Fähnlein, darauf ein rotes Kreuz, die Linke gestützt auf einen blauen Schild mit silbernem Adler.“
Der heilige Georg gilt als Schutzpatron des Domkapitels. Zu erkennen ist er an dem Georgskreuz auf Brust und Fahne. Der Schild wird dem Adelsgeschlecht Andechs-Meranien zugeschrieben. Der heilige Georg hat hier zwei Funktionen: Er ist Gemeine Figur für das Wappen der Stadt Bamberg als auch Schildhalter für das Wappen der Grafen von Andechs-Meranien. Erste Verwendungen des Wappens in Form eines Siegels sind seit dem Jahr 1279 bekannt. Im Laufe wechselte die Gemeine Figur: Im 14. Jahrhundert war es Heinrich II. Im 15. und 16. Jahrhundert ist hingegen der Bamberger Löwe zu finden, bevor wieder der heilige Georg abgebildet wurde. Ebenso wurde im Schild der Adler durch einen Löwen ersetzt oder der kleine Schild fehlte gänzlich.

Bamberg (mittelalterlich: Babenberg, bambergisch: Bambärch) ist eine kreisfreie Stadt im bayerischen Regierungsbezirk Oberfranken und Standort des Landratsamtes Bamberg. Sie ist die größte Mittelstadt Bayerns, Universitäts-, Schul- und Verwaltungsstadt, Sitz des Oberlandesgerichtes und der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg, wichtiges Wirtschaftszentrum Oberfrankens sowie Sitz des gleichnamigen römisch-katholischen Erzbistums und dessen Kirchenprovinz. Die Stadt ist mit rund 80.000 Einwohnern die fünftgrößte Stadt Frankens.
Laut archäologischen Untersuchungen war der Bamberger Domberg bereits im 6. Jahrhundert besiedelt. In der Vita der heiligen Bilihild wurde Bamberg „um 718“ als Babenberg erwähnt. Diese Vita ist jedoch nur in einem Druck aus dem 18. Jahrhundert überliefert und die Überlieferungsgeschichte ist ungeklärt, sodass es fraglich ist, ob man diese Notiz als „Ersterwähnung“ werten kann. Im Jahre 902 wurde zum ersten Mal ein „Castrum Babenberch“ auf dem heutigen Domberg genannt. Es gehörte dem ostfränkischen Geschlecht der älteren Babenberger, die das Lehen 903 in einer blutigen Fehde mit den rheinfränkischen Konradinern verloren. Bei der sogenannten Babenberger Fehde starben drei babenbergische Brüder. Die Besitzungen fielen an den König und blieben bis 973 Königsgut. Kaiser Otto II. schenkte das Castrum seinem Vetter, dem Herzog von Bayern, Heinrich dem Zänker.
Stadt und Stift wurden im Frieden von Lunéville dem Kurfürstentum Bayern als Kompensation für den Verlust der Pfalz an Frankreich in Aussicht gestellt. Noch vor der endgültigen Fixierung im Reichsdeputationshauptschluss begann Bayern am 2. September 1802 das Territorium des Hochstifts militärisch zu besetzen und erklärte das Gebiet am 29. November endgültig zu einer bayerischen Provinz. Fürstbischof Christoph Franz von Buseck trat zurück und besiegelte damit das Ende des selbständigen Hochstifts Bamberg.
Nach dem Ersten Weltkrieg flüchtete am 7. April 1919 die kurz zuvor gewählte Bayerische Staatsregierung (Kabinett Hoffmann) in den Auseinandersetzungen um die Münchner Räterepublik nach Bamberg und forderte von dort aus militärische Unterstützung zur Niederschlagung der Räterepublik an. Nachdem die Räterepublik von Reichswehr und Freikorps gewaltsam beendet worden war, wurde am 14. August 1919 die Bamberger Verfassung als erste demokratische Verfassung für Bayern unterzeichnet.

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Name des Albums:Arminius / German States, Bamberg
Schlüsselwörter:Germany / Weimar / Republic / Bamberg / town / city / Stadt / Bayern / Bavaria / Oberfranken / Franken / Notgeld / currency / Pfennig / paper / Johann / Nagengast / seal / stamp / oval / arms / Saint / George / flag / shield / eagle
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