1919 AD., Germany, Weimar Republic, Lassan-Zinnowitz, Carl Duden, Notgeld, currency issue, 50 Pfennig, Tieste 3890.05.01.3. C 3094 Reverse
State: Germany, Weimar Republic
Issuer: Lassan-Zinnowitz, Carl Duden
Location of issue: Lassan-Zinnowitz (Pommern / Mecklenburg-Vorpommern) Carl Duden
Date of issue: 1.11.1919 AD.,
Value: 50 Pfennig
Size: 92 x 60 mm
Material: paper
Watermark: -
Serial : C
Serial no. : 3094
Signature: Carl Duden (1)
Printer: A. & O. Hochstetter, Stettin
Obv.: Carl Duden / / / …. , black text and blue signature on green ornaments.
Rev.: Käufer erhalten ... / / / …. , black text within frame, date below.
References: Tieste 3890.05.01.3 .
Lassan ist eine der kleinsten Städte Deutschlands und die drittkleinste Stadt im Land Mecklenburg-Vorpommern. Der Ort vor der Insel Usedom gehört zum Landkreis Vorpommern-Greifswald und wird vom Amt Am Peenestrom mit Sitz in Wolgast verwaltet. Lassan liegt am Westufer des Peenestroms gegenüber der Insel Usedom und befindet sich gut 40 km östlich vom Oberzentrum Greifswald. Einwohner: 1491 (31. Dez. 2022).
Der Name der Landschaft -terra Lesane- wurde 1136 in einer Urkunde Kaiser Lothars genannt. Der Name veränderte sich 1168 in Lessan, 1177 in Lessaz und 1295 in Lassan. Das altpolabische L?šane bedeutet möglicherweise „Bewohner aus dem Wald“. Ähnlich deutet auch Niemeyer: „Waldbewohner“, auch „Waldland“.
Zinnowitz ist ein Ostseebad auf der Insel Usedom im Landkreis Vorpommern-Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern. Im Ort befindet sich der Verwaltungssitz des Amtes Usedom-Nord, dem weitere vier Gemeinden angehören. Zinnowitz ist nach Swinemünde in der polnischen Woiwodschaft Westpommern und Heringsdorf die größte Gemeinde auf Usedom. Einwohner: 4194 (31. Dez. 2022).
Südlich der heutigen Ortschaft Zinnowitz befand sich 1305 die Siedlung „Tzys“, später auch „Zitz“ genannt. 1309 wurde der Ort in einer Bestätigungsurkunde des Herzogs Bogislaw IV. für die Besitzungen des Klosters Krummin auf der Insel Usedom erwähnt, wobei Zinnowitz wiederum als „Tzys“ genannt wurde. Der slawische Name wird mit „Heu“ gedeutet.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Dorf 1638 zerstört; nach Ende des Krieges gehörte die Insel Usedom zu Schwedisch-Pommern. Der alte wendische Name Tzys wurde in Zitz geändert. Nach dem Frieden von Stockholm kam die Domäne Zitz 1720 in preußische Hände und wurde 1751 im Zuge der Neugestaltung der königlichen Domäne in Zinnowitz umbenannt. Nach der Verwaltungsreform 1815 kam Zinnowitz zur preußischen Provinz Pommern und gehörte von 1818 bis 1945 zum Landkreis Usedom-Wollin. 1835 war der Ort nur als kleine Haufensiedlung an der Straße Bannemin–Koserow vorhanden, 1,6 km von der Küste entfernt, dort wo sich das Domänenhaus an der Abzweigung zum Gnitz befindet. An der Ostsee war nur die Zinnowitzer Packerei (Heringspackerei) zu finden.
Der nächste große Schritt für Zinnowitz folgte am 16. Juni 1851, als der offizielle Badebetrieb erlaubt wurde („Badekonsens“). 1880 waren am Strand zwei Damen- und ein Herrenbad entstanden, dazu eine Strandhalle, die Seebrücke, eine Rettungsstation und eine Promenade mit Häusern. Die Straße von dort bis zur alten Kernsiedlung war jetzt beidseitig dicht bebaut und auch die Querverbindung zum „Glienberg“ und dem großen „Hotel Belvedere“ bestand. Ab 1911 verdichtete sich die Bebauung, und der Fremdenverkehr nahm nach der Fertigstellung der Bahnverbindung Ducherow–Swinemünde–Heringsdorf und Heringsdorf–Wolgaster Fähre sowie der Verbindung Züssow–Wolgast Hafen sprunghaft zu. Im Jahr 1923 hatte das Seebad Zinnowitz 9037 Kurgäste.