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1921 AD., Germany, Weimar Republic, Münster (town), Notgeld, collector series issue, 2 Mark, Grabowski/Mehl 916.2b-5/5. Obverse 
State: Germany, Weimar Republic
Issuer: Münster (town)
Location of issue: Münster (town) (Westfalen / Nordrhein-Westfalen) Stadt
Date of issue: 1.8.1921 AD.,
Value: 2 Mark
Size: ca. 114 x 85 mm 
Material: paper 
Watermark: Rautensterne
Serial : -
Serial no. : -
Signatures: Dr. Sperlich & Darius (2)
Printer: Gebrüder Jänecke in Hannover ; designer: Josef Dominicus
Obv.: 25.JAN. – 1536 / Alls wat met Jan van Leyden pakteert, dat häbbt se fangen un massakreert. (Alles, was mit Jan van Leyden paktierte, haben sie gefangen genommen und massakriert.) / ... , König Jan, Scharfrichter Knipperdollnick und Minister Berntken Krechting werden mit glühenden Zangen zu Tode gequält. 
Rev.: Jan, Knipperdollinck un Krechting sind fangen, dautmakt un an Lambertitaon hangen. (Jan, Knipperdollinck und Krechting wurden gefangen genommen, getötet und an den Lambertiturm aufgehangen.) / ... , Die drei Eisenkäfige mit den Leichen der Wiedertäufer am Turm der münsteraner Lamberti-Kirche. 
References: 916.2b-5/5 .

Im Gefolge der großen religiös-sozialen Umwälzungen am Ausgange des Mittelalters faßte in der alten Bischofsstadt Münster die schwärmerische Lehre der Melchioriten festen Fuß, nachdem Prediger Rottmann dort auf dem Rathause die Kindertaufe verworfen und die Wiedertaufe verteidigt hatte. Münster wurde bald Zufluchtsstätte der von Katholiken und Lutheranern überall verfolgten Wiedertäufer, deren besonders aus Holland verstärkte Glaubensgemeinde am 27. Februar 1534 in religiösem Fanatismus unter den Rufen: “Wehe, Wehe, tut Buße, tut Buße” die Allgläubigen aus der Stadt vertrieb und die Zeit des “Neuen Reiches Gottes auf Erden” für gekommen verkündeten. 

Die drei verbliebenen Oberhäupter der Täufer – darunter der „Täuferkönig“ Jan van Leiden, den der bischöfliche Drost zu Wolbeck, Dirk von Merveldt selbst gefangen genommen hatte – wurden zunächst ein halbes Jahr lang im Stift herumgezeigt sowie mit und ohne Folter zu ihren Vergehen befragt. Am 6. Januar 1536 wurden sie entsprechend dem Wiedertäufermandat des Reichstages von 1529 und dem 1532 eingeführten Strafrecht, der Constitutio Criminalis Carolina, in Wolbeck zum Tode verurteilt und am 22. Januar zu Füßen der Lambertikirche auf dem Prinzipalmarkt zu Tode gefoltert: Jan van Leiden, Bernd Krechting und Bernd Knipperdolling wurden mit glühenden Zangen die Zungen ausgerissen, ihre Körper zerfetzt und nach vier Stunden erdolcht.
Ihre Leichen wurden in für den Gefangenentransport bestimmten eisernen Körben am Turm der Lambertikirche aufgehängt zur Schau gestellt, „daß sie allen unruhigen Geistern zur Warnung und zum Schrecken dienten, daß sie nicht etwas Ähnliches in Zukunft versuchten oder wagten“. Diese Täuferkörbe hängen bis heute an der Kirche. Nachdem der alte Kirchturm baufällig geworden war, wurden sie am 3. Dezember 1881 abgenommen und nach Fertigstellung des neuen Turmes am 22. September 1898 wieder an der Südseite angebracht. Die verwendeten Folterinstrumente befinden sich im Stadtmuseum Münster. 

Josef Dominicus nutzte Portraits, die der Soester Renaissance-Künstler Heinrich Aldegrever (* 1502 in Paderborn; † zwischen 1555 und 1561 in Soest) machte. Nach der Eroberung Münsters in der Johannisnacht 1535 erhielt Aldegrever die Möglichkeit oder den Auftrag, die gefangenen Wiedertäufer zu portraitieren. 

Schlüsselwörter: Germany Weimar Republic Münster town Stadt Westfalen Nordrhein-Westfalen Notgeld collector series Mark paper Sperlich Darius Josef Dominicus Gebrüder Jänecke Hannover Wiedertäufer church tower torture tongs

1921 AD., Germany, Weimar Republic, Münster (town), Notgeld, collector series issue, 2 Mark, Grabowski/Mehl 916.2b-5/5. Obverse

State: Germany, Weimar Republic
Issuer: Münster (town)
Location of issue: Münster (town) (Westfalen / Nordrhein-Westfalen) Stadt
Date of issue: 1.8.1921 AD.,
Value: 2 Mark
Size: ca. 114 x 85 mm
Material: paper
Watermark: Rautensterne
Serial : -
Serial no. : -
Signatures: Dr. Sperlich & Darius (2)
Printer: Gebrüder Jänecke in Hannover ; designer: Josef Dominicus
Obv.: 25.JAN. – 1536 / Alls wat met Jan van Leyden pakteert, dat häbbt se fangen un massakreert. (Alles, was mit Jan van Leyden paktierte, haben sie gefangen genommen und massakriert.) / ... , König Jan, Scharfrichter Knipperdollnick und Minister Berntken Krechting werden mit glühenden Zangen zu Tode gequält.
Rev.: Jan, Knipperdollinck un Krechting sind fangen, dautmakt un an Lambertitaon hangen. (Jan, Knipperdollinck und Krechting wurden gefangen genommen, getötet und an den Lambertiturm aufgehangen.) / ... , Die drei Eisenkäfige mit den Leichen der Wiedertäufer am Turm der münsteraner Lamberti-Kirche.
References: 916.2b-5/5 .

Im Gefolge der großen religiös-sozialen Umwälzungen am Ausgange des Mittelalters faßte in der alten Bischofsstadt Münster die schwärmerische Lehre der Melchioriten festen Fuß, nachdem Prediger Rottmann dort auf dem Rathause die Kindertaufe verworfen und die Wiedertaufe verteidigt hatte. Münster wurde bald Zufluchtsstätte der von Katholiken und Lutheranern überall verfolgten Wiedertäufer, deren besonders aus Holland verstärkte Glaubensgemeinde am 27. Februar 1534 in religiösem Fanatismus unter den Rufen: “Wehe, Wehe, tut Buße, tut Buße” die Allgläubigen aus der Stadt vertrieb und die Zeit des “Neuen Reiches Gottes auf Erden” für gekommen verkündeten.

Die drei verbliebenen Oberhäupter der Täufer – darunter der „Täuferkönig“ Jan van Leiden, den der bischöfliche Drost zu Wolbeck, Dirk von Merveldt selbst gefangen genommen hatte – wurden zunächst ein halbes Jahr lang im Stift herumgezeigt sowie mit und ohne Folter zu ihren Vergehen befragt. Am 6. Januar 1536 wurden sie entsprechend dem Wiedertäufermandat des Reichstages von 1529 und dem 1532 eingeführten Strafrecht, der Constitutio Criminalis Carolina, in Wolbeck zum Tode verurteilt und am 22. Januar zu Füßen der Lambertikirche auf dem Prinzipalmarkt zu Tode gefoltert: Jan van Leiden, Bernd Krechting und Bernd Knipperdolling wurden mit glühenden Zangen die Zungen ausgerissen, ihre Körper zerfetzt und nach vier Stunden erdolcht.
Ihre Leichen wurden in für den Gefangenentransport bestimmten eisernen Körben am Turm der Lambertikirche aufgehängt zur Schau gestellt, „daß sie allen unruhigen Geistern zur Warnung und zum Schrecken dienten, daß sie nicht etwas Ähnliches in Zukunft versuchten oder wagten“. Diese Täuferkörbe hängen bis heute an der Kirche. Nachdem der alte Kirchturm baufällig geworden war, wurden sie am 3. Dezember 1881 abgenommen und nach Fertigstellung des neuen Turmes am 22. September 1898 wieder an der Südseite angebracht. Die verwendeten Folterinstrumente befinden sich im Stadtmuseum Münster.

Josef Dominicus nutzte Portraits, die der Soester Renaissance-Künstler Heinrich Aldegrever (* 1502 in Paderborn; † zwischen 1555 und 1561 in Soest) machte. Nach der Eroberung Münsters in der Johannisnacht 1535 erhielt Aldegrever die Möglichkeit oder den Auftrag, die gefangenen Wiedertäufer zu portraitieren.

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Name des Albums:Arminius / German States, Münster, Stadt
Schlüsselwörter:Germany / Weimar / Republic / Münster / town / Stadt / Westfalen / Nordrhein-Westfalen / Notgeld / collector / series / Mark / paper / Sperlich / Darius / Josef / Dominicus / Gebrüder / Jänecke / Hannover / Wiedertäufer / church / tower / torture / tongs
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