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1922 AD., Germany, Weimar Republic, Celle, Stadt, Notgeld, collector series issue, 100 Pfennig, Grabowski/Mehl 226.4a-4/4. Obverse 
State: Germany, Weimar Republic 
Issuer: Celle, Stadt
Location of issue: Celle (Hannover / Niedersachsen)
Date of issue: ohne Datum (1922) , Serie 4: Heidebilder
Value: 100 Pfennig
Size: 65 x 98 mm
Material: paper 
Watermark: -
Serial : -
Serial no. : -
Signatures: Denicke & ? (2)
Printer: Kunstanst. Eduard Binder, Celle 
Obv.:  … , großes Stadtwappen von Celle.
Rev.: CELLER QUARTETT / … , Birken im Moor … .
References: Grabowski/Mehl 226.4a-4/4 .

Celle ist eine große selbständige Stadt mit 66.834 Einwohnern (31. Dezember 2024) und Kreisstadt des Landkreises Celle in Niedersachsen. 
Celle liegt im Urstromtal der Aller, einem Nebenfluss der Weser. Zur niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover im Südwesten sind es rund 40 km, Braunschweig liegt 55 km südöstlich und nach Hamburg im Norden sind es 120 km. Celle ist nach Lüneburg die zweitgrößte Stadt zwischen Hannover und Hamburg. 
Celle wird als Kellu („Siedlung am Fluss“) 993 erstmals urkundlich in der Grenzbeschreibung des Bistums Hildesheim erwähnt. Der Ort lag im Bereich des heutigen Stadtteils Altencelle an der Brunonenburg und der Aller. Er erlebte einen wirtschaftlichen Aufschwung als Zoll- und Umschlagplatz für die Handelsschiffe auf dem Fluss. Im 11. Jahrhundert verfügte der Ort über das Münzrecht. Eine Münze ist im Münzfund von Sandur auf den Färöern enthalten. 1249 wird „Kellu“ oder „Tsellis“ erstmals als Stadt genannt. 1292 forderte Herzog Otto der Strenge die Bewohner auf, in das etwa 3 km nordwestlich gelegene neue Celle zu ziehen. Es hatte sich als Handelsort an einer Furt durch die Aller gebildet. Dort befand sich bereits im 12. Jahrhundert ein befestigter Turm, der später zum Schloss Celle ausgebaut wurde. 1301 wurde das Stadtrecht gewährt. Zur gleichen Zeit begann der Bau der Stadtkirche. 
Im Jahre 1378 wurde Celle mit Herzog Albrecht Residenz der Herzöge von Sachsen-Wittenberg. Ab 1433 residierten die Fürsten von Lüneburg im Celler Schloss. Im Jahr 1464 ermöglichte das Kornschifffahrtsmonopol einen wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt. 
1524 wurde die Reformation durch Herzog Ernst I. (den Bekenner) von Braunschweig-Lüneburg in Celle eingeführt. Celle war damit die erste Stadt nach Wittenberg, die sich vollständig der Reformation anschloss. Im Jahre 1660 zählte man in Celle 3750 Einwohner. Von 1665 bis 1705 erlebte Celle eine kulturelle Blüte als Residenz unter Herzog Georg Wilhelm mit einem Aus- und Umbau des noch mittelalterlich geprägten Schlosses zum vierflügeligen Barockschloss. Kulturell einflussreich war Georg Wilhelms französische Gattin, Eleonore d’Olbreuse, die hugenottische Glaubensgenossen und italienische Baumeister nach Celle holte und auch am Vertrag von Celle mitwirkte. 
Im Jahre 1705 starb der letzte Celler Herzog Georg Wilhelm und vererbte das Fürstentum Lüneburg an seinen Neffen Georg Ludwig (den späteren englischen König Georg I.) in Hannover. Celle gehörte nun zum Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg. 
Im Jahre 1842 wurde die Cambridge-Dragoner-Kaserne für das gleichnamige, nach Adolphus Frederick, 1. Duke of Cambridge, benannte 1. Hannoversche Dragoner-Regiment Nr. 9 errichtet. Von 1869 bis 1872 erfolgte der Bau der Großen Infanteriekaserne für das Infanterieregiment Nr. 77. 1938 ist die Kaserne in Heidekaserne umbenannt worden. Im Ersten Weltkrieg befanden sich zwei Kriegsgefangenenlager in bzw. bei Celle: Zum einen entstand in Scheuen das „Cellelager“, das zunächst Mannschafts-, dann Offizierslager war mit bis zu 10.000 Briten, Serben, Russen, Belgier, Franzosen und Italiener. Im Celler Schloss wurde ein Gefangenenlager eingerichtet, in dem bis zu 300 „Zivilgefangene höherer Lebensstellung“ interniert waren. Dabei handelte es sich vor allem um Studenten, Kaufleute, Industrielle und Künstler nun feindlicher Nationalität, die vor Kriegsbeginn in Deutschland lebten oder sich zu dem Zeitpunkt auf der Durchreise befanden, sowie um in den besetzten Gebieten Frankreichs und Belgiens als Geiseln genommene Personen des öffentlichen Lebens. Es entstanden erste Soldatenfriedhöfe. 1934 eröffnete der Heeresflugplatz Celle im heutigen Ortsteil Wietzenbruch. Darüber hinaus war Celle Standort der am nördlichen Stadtrand gelegenen, 1936–1939 erbauten Seeckt-Kaserne mit der Heeresgasschutzschule und der nebenan untergebrachten Nebelwerfer- und Entgiftungstruppe des Heeres. Der Status als Garnisonsstadt blieb Celle auch nach dem Zweiten Weltkrieg erhalten. In einige Kasernen zogen britische Truppen ein. 
Wappen von Celle:Blasonierung: „In Blau eine mit Zinnen versehene silberne Mauer, auf der drei Türme mit roten Dächern stehen. In der schwarzen Toröffnung ist ein schräggelehntes goldenes Schildchen angeordnet, darin ein aufrechter, von sieben roten Herzen umgebener blauer Löwe.“ 
Wappenbegründung: Der Helm auf dem großen Stadtwappen wird wie folgt beschrieben: „Auf dem Schild befindet sich ein blau-weiß bewulsteter Helm mit außen blauer und innen silberner Helmdecke. Auf ihm stehen zwei mit der Spitze aufgerichtete, mit der Schneide einwärts gekehrte und am Rücken mit grünen Pfauenspiegeln besteckte, auswärts geneigte silberne Sicheln mit roten Griffen.“ 
Der Blaue Löwe im Gelben Feld mit den 7 roten Herzen bezieht sich vermutlich auf das Wappen des Fürstentums Lüneburg, welches sich aus Gründen familiärer Beziehungen am Wappen des Königreichs Dänemark orientierte. 
Wilhelm Denicke (* 12. September 1852 in Lüneburg; † 19. August 1924 in Celle) war Oberbürgermeister der Stadt Celle. 

Schlüsselwörter: Germany Weimar Republic Celle Stadt town Hannover Niedersachsen Notgeld collector series Pfennig paper Denicke Eduard Binder arms tree swamp

1922 AD., Germany, Weimar Republic, Celle, Stadt, Notgeld, collector series issue, 100 Pfennig, Grabowski/Mehl 226.4a-4/4. Obverse

State: Germany, Weimar Republic
Issuer: Celle, Stadt
Location of issue: Celle (Hannover / Niedersachsen)
Date of issue: ohne Datum (1922) , Serie 4: Heidebilder
Value: 100 Pfennig
Size: 65 x 98 mm
Material: paper
Watermark: -
Serial : -
Serial no. : -
Signatures: Denicke & ? (2)
Printer: Kunstanst. Eduard Binder, Celle
Obv.: … , großes Stadtwappen von Celle.
Rev.: CELLER QUARTETT / … , Birken im Moor … .
References: Grabowski/Mehl 226.4a-4/4 .

Celle ist eine große selbständige Stadt mit 66.834 Einwohnern (31. Dezember 2024) und Kreisstadt des Landkreises Celle in Niedersachsen.
Celle liegt im Urstromtal der Aller, einem Nebenfluss der Weser. Zur niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover im Südwesten sind es rund 40 km, Braunschweig liegt 55 km südöstlich und nach Hamburg im Norden sind es 120 km. Celle ist nach Lüneburg die zweitgrößte Stadt zwischen Hannover und Hamburg.
Celle wird als Kellu („Siedlung am Fluss“) 993 erstmals urkundlich in der Grenzbeschreibung des Bistums Hildesheim erwähnt. Der Ort lag im Bereich des heutigen Stadtteils Altencelle an der Brunonenburg und der Aller. Er erlebte einen wirtschaftlichen Aufschwung als Zoll- und Umschlagplatz für die Handelsschiffe auf dem Fluss. Im 11. Jahrhundert verfügte der Ort über das Münzrecht. Eine Münze ist im Münzfund von Sandur auf den Färöern enthalten. 1249 wird „Kellu“ oder „Tsellis“ erstmals als Stadt genannt. 1292 forderte Herzog Otto der Strenge die Bewohner auf, in das etwa 3 km nordwestlich gelegene neue Celle zu ziehen. Es hatte sich als Handelsort an einer Furt durch die Aller gebildet. Dort befand sich bereits im 12. Jahrhundert ein befestigter Turm, der später zum Schloss Celle ausgebaut wurde. 1301 wurde das Stadtrecht gewährt. Zur gleichen Zeit begann der Bau der Stadtkirche.
Im Jahre 1378 wurde Celle mit Herzog Albrecht Residenz der Herzöge von Sachsen-Wittenberg. Ab 1433 residierten die Fürsten von Lüneburg im Celler Schloss. Im Jahr 1464 ermöglichte das Kornschifffahrtsmonopol einen wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt.
1524 wurde die Reformation durch Herzog Ernst I. (den Bekenner) von Braunschweig-Lüneburg in Celle eingeführt. Celle war damit die erste Stadt nach Wittenberg, die sich vollständig der Reformation anschloss. Im Jahre 1660 zählte man in Celle 3750 Einwohner. Von 1665 bis 1705 erlebte Celle eine kulturelle Blüte als Residenz unter Herzog Georg Wilhelm mit einem Aus- und Umbau des noch mittelalterlich geprägten Schlosses zum vierflügeligen Barockschloss. Kulturell einflussreich war Georg Wilhelms französische Gattin, Eleonore d’Olbreuse, die hugenottische Glaubensgenossen und italienische Baumeister nach Celle holte und auch am Vertrag von Celle mitwirkte.
Im Jahre 1705 starb der letzte Celler Herzog Georg Wilhelm und vererbte das Fürstentum Lüneburg an seinen Neffen Georg Ludwig (den späteren englischen König Georg I.) in Hannover. Celle gehörte nun zum Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg.
Im Jahre 1842 wurde die Cambridge-Dragoner-Kaserne für das gleichnamige, nach Adolphus Frederick, 1. Duke of Cambridge, benannte 1. Hannoversche Dragoner-Regiment Nr. 9 errichtet. Von 1869 bis 1872 erfolgte der Bau der Großen Infanteriekaserne für das Infanterieregiment Nr. 77. 1938 ist die Kaserne in Heidekaserne umbenannt worden. Im Ersten Weltkrieg befanden sich zwei Kriegsgefangenenlager in bzw. bei Celle: Zum einen entstand in Scheuen das „Cellelager“, das zunächst Mannschafts-, dann Offizierslager war mit bis zu 10.000 Briten, Serben, Russen, Belgier, Franzosen und Italiener. Im Celler Schloss wurde ein Gefangenenlager eingerichtet, in dem bis zu 300 „Zivilgefangene höherer Lebensstellung“ interniert waren. Dabei handelte es sich vor allem um Studenten, Kaufleute, Industrielle und Künstler nun feindlicher Nationalität, die vor Kriegsbeginn in Deutschland lebten oder sich zu dem Zeitpunkt auf der Durchreise befanden, sowie um in den besetzten Gebieten Frankreichs und Belgiens als Geiseln genommene Personen des öffentlichen Lebens. Es entstanden erste Soldatenfriedhöfe. 1934 eröffnete der Heeresflugplatz Celle im heutigen Ortsteil Wietzenbruch. Darüber hinaus war Celle Standort der am nördlichen Stadtrand gelegenen, 1936–1939 erbauten Seeckt-Kaserne mit der Heeresgasschutzschule und der nebenan untergebrachten Nebelwerfer- und Entgiftungstruppe des Heeres. Der Status als Garnisonsstadt blieb Celle auch nach dem Zweiten Weltkrieg erhalten. In einige Kasernen zogen britische Truppen ein.
Wappen von Celle:Blasonierung: „In Blau eine mit Zinnen versehene silberne Mauer, auf der drei Türme mit roten Dächern stehen. In der schwarzen Toröffnung ist ein schräggelehntes goldenes Schildchen angeordnet, darin ein aufrechter, von sieben roten Herzen umgebener blauer Löwe.“
Wappenbegründung: Der Helm auf dem großen Stadtwappen wird wie folgt beschrieben: „Auf dem Schild befindet sich ein blau-weiß bewulsteter Helm mit außen blauer und innen silberner Helmdecke. Auf ihm stehen zwei mit der Spitze aufgerichtete, mit der Schneide einwärts gekehrte und am Rücken mit grünen Pfauenspiegeln besteckte, auswärts geneigte silberne Sicheln mit roten Griffen.“
Der Blaue Löwe im Gelben Feld mit den 7 roten Herzen bezieht sich vermutlich auf das Wappen des Fürstentums Lüneburg, welches sich aus Gründen familiärer Beziehungen am Wappen des Königreichs Dänemark orientierte.
Wilhelm Denicke (* 12. September 1852 in Lüneburg; † 19. August 1924 in Celle) war Oberbürgermeister der Stadt Celle.

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Dateiname:W-7-12-25-016vsst.jpg
Name des Albums:Arminius / Germany, Celle
Schlüsselwörter:Germany / Weimar / Republic / Celle / Stadt / town / Hannover / Niedersachsen / Notgeld / collector / series / Pfennig / paper / Denicke / Eduard / Binder / arms / tree / swamp
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