1921 AD., Germany, Weimar Republic, Königswinter (Königswinter Bank und Honnefer Volksbank), Notgeld, collector series issue, 50 Pfennig, Grabowski/Mehl 730.3b-8/8. 1515 Reverse
State: Germany, Weimar Republic
Issuer: Königswinter (Königswinter Bank und Honnefer Volksbank)
Location of issue: Königswinter (town) (Rhl / NW)
Date of issue: 1.11.1921 AD.,
Value: 50 Pfennig
Size: 90 x 62 mm
Material: white paper
Watermark: -
Serial : 1515 (all: 1513-1524 )
Serial no. : -
Signatures: (2)
Printer: B. Kühlen, Mönchengladbach ; designer: Franz Josef Krings
Obv.: 50 – 50 / DENKMAL d. VOLKSERHEBUNG / ... / Dieser Gutschein ... / / …. , Denkmal der Volkserhebung von 1813 auf dem Drachenfels. Druck olivgrün, ohne Drucker, ohne Gemeindestempel.
Rev.: FLAMME EMPOR! STEIGE MIT LEUCHT- / TENDEM SCHEINE AUF DEM GEBIR- / GE AM RHEINE, GLÜHEND EMPOR! / …. , poem by Christian Nonne, arms flanking.
References: Grabowski/Mehl 730.3b-8/8 .
Königswinter ist eine Stadt im Rhein-Sieg-Kreis in Nordrhein-Westfalen mit 41.277 Einwohnern (31. Dezember 2019), auf der östlichen Rheinseite gegenüber dem Stadtbezirk Bad Godesberg der Bundesstadt Bonn. Die Stadt liegt zu Füßen des Siebengebirges mit dem Petersberg, der als Standort des Bundesgästehauses vielfach Stätte von Konferenzen mit nationaler und internationaler Ausstrahlung wurde. In den Jahren 1064 und 1269 wurde der Ort als „Wintere“ und 1316 als „Wynteren inferior“ (Niederwinter) erwähnt. Erst 1342 erschien zum ersten Mal der Name „Kuoningwinteren“. Der Name Königswinter entstand angeblich, nachdem Karl der Große am Drachenfels eine Weindomäne erworben hatte, es somit ein königlicher Winzerort (lateinisch Vinetum = Weingarten) geworden war, wofür es jedoch keinerlei Nachweis gibt.
Anfang des 19. Jahrhunderts war in Königswinter die einzige befestigte Straße die heutige Hauptstraße, an der man auch die ältesten Gebäude findet. Weinanbau, Forstwirtschaft, Steinbruch und eine Mine waren die Arbeitgeber. Der bereits im 18. Jahrhundert einsetzende und im 19. Jahrhundert sich verstärkende Fremdenverkehr erschloss dem Ort eine neue wirtschaftliche Grundlage. Insbesondere der Drachenfels wurde durch das romantische Gedicht „The Castled Crag of Drachenfels“ Lord Byrons bekannt und seitdem von britischen Reisenden auf der Grande Tour aufgesucht. Weitere Berühmtheit erlangte der Drachenfels auch durch die Ende des 18. Jahrhunderts wiederentdeckte und von dem Bonner Germanisten Karl Simrock aus dem Mittelhochdeutschen übersetzte Nibelungensage.
Nach Inkrafttreten des Versailler Vertrags 1920 gehörte Königswinter (inkl. eines Großteils des heutigen Stadtgebietes) zunächst zum unbesetzten Gebiet im Rheinland. Die Grenze zur fünfjährigen Besatzungszone verlief zwischen Oberkassel und Oberdollendorf. Infolge des Ruhrkampfs wurde auch Königswinter am 25. Februar 1923 als Teil des sog. „Einbruchsgebiets“ im südlichen Siegkreis und nördlichen Kreis Neuwied von französischen Truppen besetzt.
Der Drachenfels ist ein Berg im Siebengebirge am Rhein zwischen Königswinter und Bad Honnef. Aufgrund seiner markanten Lage über dem Rheintal, der Ruine der Burg Drachenfels, seiner Verwendung als Sujet der Rheinromantik und einer frühen touristischen Erschließung erlangte er im 19. Jahrhundert weite Bekanntheit. Mit einer Höhe von 321 m ü. NHN liegt der Gipfel rund 270 m über dem Rhein.
Text: Christian Nonne (1814)
Musik: auf die Melodie „Feinde ringsum“ – E. L. S. Gläser , 1791
Zum „Oktoberfeuer“ am Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig 18. Oktober 1814
Zum erstenmal gesungen auf einer Anhöhe bei Essen am 18 Oktober 1814. Das Gedicht ist von Christian Nonne. Es wurde erst auf einem fliegenden Blatt zu Essen gedruckt und zur Melodie Gläser’s „Feinde ringsum“ gesungen und steht nun in „Vermischte Gedichte und Parabeln“ von J. H. C Nonne, Duisburg und Essen, 1815, S 219 auf „Flamme empor“ gibt es zahlreiche Nachdichtungen.
Flamme, empor!
Steige mit loderndem Scheine
auf dem Gebirgen am Rheine
glühend empor!
Siehe, wir stehn
treu im geweihten Kreise,
dich zu des Vaterlands Preise
brennen zu sehn!
Heilige Glut!
Rufe die Jugend zusammen,
daß bei den lodernden Flammen
wachse der Mut!
Auf allen Höhn
leuchte du flammendes Zeichen,
daß alle Feinde erbleichen
wenn sie dich sehn!
Finstere Nacht
lag auf Germaniens Gauen;
da liess der Herrgott sich schauen
der uns bewacht.
„Licht, brich herein!“
sprach er, da sprühten die Flammen,
schlugen in Gluten zusammen
über den Rhein.
Und er ist frei!
Flammen umbrausen die Höhen,
die um den Herrlichen stehen
jauchzt. er ist frei!
Stehet vereint,:
Brüder, und lasst uns mit Blitzen
unsre Gebirge beschützen
gegen den Feind!
Leuchtender Schein!
Siehe, wir singenden Paare
schwören am Flammenaltare
Deutsche zu sein!
Höre das Wort
Vater, auf Leben und Sterben
hilf uns die Freiheit erwerben!
Sei unser Hort!