State: Germany, Weimar Republic
Issuer: Berlin (city), magistrate
Location of issue: Berlin (Brandenburg then / Berlin today) Stadt
Date of issue: 9.9.1921 AD.,
Value: 50 Pfennig
Size: 105 x 55 mm
Material: paper
Watermark: Achteckblumen
Serial :
Serial no. : 842324
Signatures: (2)
Printer:
Obv.: 50 / Funfzig / Pfennige / Stadtkassenschein
Berlin 9. Sept. 1921
Magistrat der Reichshauptstadt / …. , rampant bear at left, embossed Berlin city seal to right.
Rev.: BEZIRK / 7 / Charlottenburg – Die Berliner Straße in Charlottenburg um 1820 , Berliner Straße in Charlottenburg, street viev about 1820.
References: Grabowski/Mehl 92.1-7/20 .
Charlottenburg-Wilmersdorf ist der vierte Verwaltungsbezirk von Berlin. Er entstand 2001 mit der Berliner Verwaltungsreform durch die Fusion der damaligen Bezirke Charlottenburg und Wilmersdorf. Der Bezirk zählt 323.507 Einwohner (31. Dezember 2024).
Im Jahr 1705 als Stadt gegründet, wurde Charlottenburg 1893 zur Großstadt, die zeitweise die Gemeinde mit dem höchsten Steueraufkommen pro Kopf im Deutschen Reich gewesen war. Bei der Eingemeindung 1920 nach Groß-Berlin wurde daraus der Bezirk Charlottenburg.
Die Altstadt Charlottenburg entstand als Siedlung ab 1695 in der Nähe des Dorfes Lietzow, in Folge des Schlossbaus, des damaligen Schlosses Lietzenburg, das als Sommerresidenz für die erste preußische Königin Sophie Charlotte von Hannover errichtet worden war. Nach deren Tod wurden Schloss und Ortslage nach ihr von Lietzenburg in Charlottenburg umbenannt.
Sophie Charlotte erhielt 1695 den Ort Lietzow und das Vorwerk Ruhleben von ihrem Mann Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg übereignet, im Austausch gegen ihre abgelegeneren Güter in Caputh und Langerwisch. Dort ließ sie das Sommerschloss Lützenburg errichten, das 1699 fertiggestellt wurde. Nach der Krönung von Sophie Charlotte zur Königin und Friedrich I. zum König in Preußen im Jahr 1701 wurde das kleine Lustschloss von verschiedenen Architekten bis zum Jahr 1740 zu einem repräsentativen Schloss ausgebaut. Kurz nach dem Tod Sophie Charlottes erhielt die Siedlung gegenüber dem Schloss Lützenburg am 5. April 1705 von Friedrich I. den Namen Charlottenburg und gleichzeitig das Stadtrecht. Das Schloss Lützenburg wurde ebenfalls in Schloss Charlottenburg umbenannt. Bis 1720 war der König zugleich Bürgermeister der Stadt. In dem Jahr wurde auch das Dorf Lietzow nach Charlottenburg eingemeindet. Damit hatte die Stadt Charlottenburg die Ausdehnung erreicht, die sie bis Mitte der 1850er Jahre behalten sollte, die heutige Altstadt Charlottenburg.
Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts blieb Charlottenburg Ausflugsgebiet und Sommerfrische für die Berliner.
Die zunehmende Attraktivität zog mehr und mehr wohlhabende Berliner Bürger an, die sich vorzugsweise an der repräsentativen Verbindungsstraße zwischen dem Schloss und Berlin ansiedelten. So ließ sich etwa Werner Siemens 1862 an der Berliner Straße 34–36 (heute: Otto-Suhr-Allee 10–16) nahe dem Knie (Ernst-Reuter-Platz) eine Villa errichten. Auch ließen sich ab den 1870er Jahren wichtige Industriebetriebe wie Siemens & Halske und Schering im Nordosten Charlottenburgs nieder. Damit begann ein rasantes Wachstum der Stadt.
Die Berliner Straße wurde in den Jahren 1703/1704 aufgeschüttet und im Mai 1705 vom König als neue Charlottenburger Hauptstraße eingeweiht. Sie erhielt im Jahr 1710 die erste Straßenbeleuchtung. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die historische Allee gepflastert und ihre Ränder wurden mit sechs Lindenreihen bepflanzt. Bis gegen Ende des 18. Jahrhunderts entwickelte sich Charlottenburg als beliebtes Ausflugsziel für die Städter im Sommer. Entlang der Berliner Straße entstanden Mietshäuser und wohlhabende Bürger ließen sich Villen errichten.
Die Otto-Suhr-Allee (bis vor 1957 Berliner Straße) ist eine der Hauptverbindungsstraßen im Berliner Ortsteil Charlottenburg des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf. Die Straße geht unmittelbar vor dem Schloss Charlottenburg in den Spandauer Damm über und ist Teil der historischen Verbindung vom Berliner Stadtschloss über den Boulevard Unter den Linden und den Pariser Platz, durch das Brandenburger Tor und den Tiergarten über den Ernst-Reuter-Platz zum Schloss Charlottenburg. Bis zur Eingemeindung der Stadt Charlottenburg nach Groß-Berlin im Jahr 1920 war sie die wichtigste Verbindung zwischen beiden Städten.