State: Germany, Weimar Republic
Issuer: Berlin (city), magistrate
Location of issue: Berlin (Brandenburg then / Berlin today) Stadt
Date of issue: 9.9.1921 AD.,
Value: 50 Pfennig
Size: 105 x 55 mm
Material: paper
Watermark: Achteckblumen
Serial :
Serial no. : 842324
Signatures: (2)
Printer:
Obv.: 50 / Funfzig / Pfennige / Stadtkassenschein
Berlin 9. Sept. 1921
Magistrat der Reichshauptstadt / …. , rampant bear at left, embossed Berlin city seal to right.
Rev.: BEZIRK / 13 / Tempelhof – Gastwirt Langens Hoff in Templo um 1780.
References: Grabowski/Mehl 92.1-13/20 .
Der Bezirk Tempelhof war von 1920 bis 2000 ein Verwaltungsbezirk von Berlin. Er umfasste die Ortsteile Tempelhof, Mariendorf, Marienfelde und Lichtenrade. Das Gebiet des Bezirks gehört heute zum Bezirk Tempelhof-Schöneberg, der im Jahr 2001 entstand. Einwohner 189.948 (31. Dez. 2000). 1919 Tempelhof 34.026 Einwohner .
Bei der Bildung von Groß-Berlin im Jahr 1920 wurde aus den bis dahin zum Landkreis Teltow gehörenden Gemeinden Tempelhof, Mariendorf (ohne Südende), Marienfelde und Lichtenrade der 13. Verwaltungsbezirk gebildet. Nach seinem bevölkerungsreichsten Ortsteil erhielt er den Namen Tempelhof. Südende, bis dahin zu Mariendorf gehörig, wurde dem Bezirk Steglitz zugeteilt. Ab 1923 wurde auf dem Ostteil des Tempelhofer Feldes der Flughafen Tempelhof angelegt.
Der Name Tempelhof geht auf den Templerorden (christliche Ordensritter) zurück, der hier die wehrhafte Komturei Tempelhof errichtete, wohl spätestens um 1200, zu dem neben dem Dorf Tempelhof auch Siedlungen in Marienfelde, Mariendorf und Rixdorf gehörten. Zweifelsohne sollten sie einen Sperrriegel quer über den Teltow errichten; wer ihre Ansiedlung veranlasste (Askanier, Wettiner, die Erzbischöfe von Magdeburg oder die Herzöge von Schlesien) ist bis zum heutigen Tage in der Forschung umstritten. Die Dörfer Tempelhof, Mariendorf, Marienfelde und Rixdorf wurden von den Tempelrittern gegründet, was sich allerdings nur aus Rückschlüssen ergibt. Entsprechende Urkunden gibt es nicht.
Im Rahmen des Landesausbaus der sogenannten „Ostsiedlung“ wurde auf dem mittleren Hohen Teltow wohl um 1200, spätestens 1210 „aus wilder Wurzel“ ein Straßenangerdorf gegründet. Es ist noch in der heutigen Randbebauung der Straße Alt-Tempelhof zwischen Neuer Straße und Fuhrmannstraße gut zu erkennen.
Im frühen 19. Jahrhundert entwickelte sich Tempelhof vom Bauerndorf zum Ausflugsziel der Berliner, die auf dem Land Erholung suchten. Die Gastwirtschaft an der Kreuzung der Dorfstraße mit der Straße nach Mariendorf, ab 1828 von Traugott Kreideweiß betrieben, wurde ein beliebtes Vergnügungs- und Ausflugslokal, auch Bismarck logierte hier mehrfach.