State: Germany, Weimar Republic
Issuer: Kolberg (town)
Location of issue: Kolberg (town) (Pommern / Poland: Kolobrzeg) Stadt
Date of issue: 1.9.1921 AD., Series: Persönlichkeiten
Value: 50 Pfennig
Size: ca. 82 x 57 mm
Material: ribbed paper
Watermark: -
Serial : -
Serial no. : 50299
Signatures: (2)
Printer: Gebr. Parcus, München ; designer: ?
Obv.: / / / …. , value, text, signatures and serial.
Rev.: 50 – Pf / ... / WADENFELS , portrait of Karl Wilhelm Ernst von Waldenfels.
References: Grabowski/Mehl 737.1-2/4 .
Ko?obrzeg, deutsch Kolberg, früher Colberg, ist heute eine Hafenstadt in der polnischen Woiwodschaft Westpommern. Kolobrzeg ist Sol- und Kurbad an der Ostsee. 1925 lebten ca. 30.115 Einwohner in Kolberg, davon 28.482 Evangelische, 836 Katholiken, 17 sonstige Christen und 290 Juden.
Vom 9. Jahrhundert an bestand eine pomoranische Siedlung, die der Ausbeutung der Salzquellen an der Mündung der Persante diente. Diese wurde zuerst in der Chronik Thietmar von Merseburgs unter dem Namen salsa Cholbergiensis – also etwa: Salz-Kolberg – erwähnt, und zwar als Sitz des Bischofs Reinbern im Jahre 1000.
Im Zuge der deutschen Ostsiedlung ließen sich deutsche Siedler etwa 2 km nördlich der bestehenden slawischen Siedlung nieder. Es entstand ein Ort mit regelmäßigem Grundriss und einer umlaufenden Mauer. Im 17. Jahrhundert entvölkerte sich Kolberg durch die Pest und den Dreißigjährigen Krieg mit seinen Auswirkungen. 1627 besetzten kaiserliche Truppen die Stadt und befestigten sie. 1631 eroberten schwedische Truppen Kolberg nach fünfmonatiger Belagerung. Hinterpommern und damit auch die Stadt Kolberg kamen mit dem Westfälischen Frieden 1648 an Brandenburg-Preußen.
Während des Vierten Koalitionskrieges ereignete sich die Belagerung Kolbergs 1807 durch die Truppen Napoleons. Verteidigt vom Kommandanten Gneisenau, dem Freikorpsführer Schill und den Bürgern um den Bürgerrepräsentanten Nettelbeck hielt sich die Festung bis zum Friedensschluss. Dieser Erfolg wurde kurz darauf zur Legende, die im politischen Kräftespiel des 19. und 20. Jahrhunderts verschiedene Formen annahm. Zuletzt diente sie 1944 als Vorlage für den Propagandafilm Kolberg.
Im Mai 1945 lebten nur noch etwa 2200 Deutsche in Kolberg. Nach Kriegsende wurde Kolberg zusammen mit ganz Hinterpommern von der Siegermacht Sowjetunion gemäß dem Potsdamer Abkommen dem kommunistischen Regime der Volksrepublik Polen zur Verwaltung überlassen. Noch 1945 wurde die Stadt in Ko?obrzeg umbenannt. Es begann danach die Zuwanderung polnischer Einwohner, während die einheimische Bevölkerung mit Ausnahme weniger Personen, die für den Wiederaufbau der Infrastruktur benötigt wurden, von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde aus Kolberg vertrieben wurde.
More on https://de.wikipedia.org/wiki/Kolobrzeg
Karl Wilhelm Ernst von Waldenfels (* 10. April 1772 in Baireuth; † 15. Juni 1807 in Kolberg) war ein preußischer Offizier.
Karl Wilhelm Ernst von Waldenfels war der Sohn eines markgräflichen Kammerherrn und Oberforstmeisters. Er begann seinen Militärdienst als Leutnant im Infanterieregiment von Reitzenstein. Als das Fürstentum Ansbach-Bayreuth 1792 an Preußen kam, wechselte er am 5. Januar 1792 in das preußische Heer über.
1806 brach dann der Vierte Koalitionskrieg aus. Nach der Niederlage Preußens in der Schlacht bei Jena und Auerstedt entkam er nach Königsberg in Preußen. Dort wurde er am 14. Dezember 1806 vom König zum Vizekommandanten der Festung Kolberg und gleichzeitig zum Hauptmann und Kommandeur eines neu gebildeten Grenadierbataillons ernannt. Der damalige Flügeladjutant Major Graf Götz hatte die Verteidigungsfähigkeit der Festung bereits als gering eingestuft. Während der Belagerung von Kolberg versuchte Waldenfels daher das Umfeld der Festung zu nutzen und machte auch einen Ausfall in die Stadt Wollin, um die Franzosen so von der Festung fernzuhalten. Der Angriff schlug mit hohen Verlusten fehl und der Kommandant der Festung Lucadou verlor das Vertrauen in Waldenfels. Aber am 29. April 1807 wurde Lucadou abberufen und durch Gneisenau ersetzt. Waldenfels wurde zum Major befördert und erhielt den Pour le Mérite. Gneisenau machte nun die Wolfsbergschanze zum Zentralpunkt seiner Verteidigung. Ihre strategisch wichtige Position wurde auch von den Franzosen erkannt und so entwickelte sich ein schwerer Kampf um die Schanze. In der Nacht zum 9. Mai gelang es den Franzosen nun die Schanze zu besetzen, aber am 18. Mai gelang es den Belagerten sie zurückzuerobern. Da das Grenadier-Regiment Waldenfels hier die Hauptlast trug, wurde die Schanze zu Ehren des Regiments in Grenadierschanze umbenannt. Am 12. Juni gelang es den Franzosen nochmal die Schanze zu nehmen.
Waldenfels leitete er in der Nacht vom 14. auf den 15. Juni den Gegenangriff zur Erstürmung der Schanze und fiel bei diesem Unternehmen.