1925-1939 AD., Germany, Weimar Republic, Kaffee Hag, German arms series, Cosel in Oberschlesien.
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State: Germany, Weimar Republic
Issuer: Kaffee Hag
Location of issue:
Date of issue: 1925-1939 AD.
Size: ca. 40 x 56 mm
Material: paper
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Obv.: Cosel / Preußen – Prov. Oberschlesien / Regierungsbezirk Oppeln , in Silber drei schwarze Ziegenbockköpfe mit goldenen Hörnern, die so gestellt sind, daß die Mäuler einander zugewendet und die Hörner nach außen gerichtet sind.
Rev.: Cosel / Stadt, 8190 Einwohner (1925) / Wappen: In Silber drei schwarze Ziegenbockköpfe …. , schwarzer Text, mit Klebstoff beschichtet.
References: .
Ko?le (deutsch Cosel, auch Kosel) ist heute ein Stadtteil von K?dzierzyn-Ko?le im Powiat K?dzierzy?sko-Kozielski der Woiwodschaft Opole in Polen. Die zuvor eigenständige Stadt verschmolz 1975 mit den am rechten Oderufer und der Klodnitz gelegenen Industriestädten K?dzierzyn, K?odnica und S?awi?cice zu einer Stadt mit dem Namen K?dzierzyn-Ko?le. Einwohner: 14.780 (2005).
Die erste urkundliche Erwähnung der sicher älteren Grenzburg Cosel datiert auf das Jahr 1104, als es einem mährischen Heer unter Führung des Olmützer Fürsten Svatopluk II. nicht gelang, die piastische Burg Cosel einzunehmen. Von 1286 bis 1492 war Cosel Sitz des Herzogtums Cosel.
Am Anfang des 20. Jahrhunderts hatte Cosel eine evangelische Kirche, eine katholische Kirche, eine Synagoge, ein altes Schloss, ein Progymnasium, eine Oberförsterei, ein Landgestüt, einen Hafen, eine Zellulosefabrik (Feldmühle, 1200 Werktätige), Sägewerke, Getreidemühlen, eine Mälzerei, eine Petroleum-Raffinerie, Ziegeleien, bedeutende Schifffahrt und war Sitz des Amtsgerichts Cosel.
Am 20. März 1921 wurde die Volksabstimmung in Oberschlesien durchgeführt. Im Kreis Kosel, der zu knapp 77 % polnischsprachige Einwohner hatte, stimmten 75 % für Deutschland und 25 % für Polen. Vom 4. bis zum 6. Juni 1921 kam es im Rahmen des Dritten Schlesischen Aufstandes zu den „Umgehungskämpfen Slawentzitz-Cosel“ der Gruppe Süd des Selbstschutz Oberschlesien unter Generalleutnant a. D. Bernhard von Hülsen.
Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Cosel 1945 mit dem größten Teil Schlesiens an Polen. Nachfolgend wurde es in Ko?le umbenannt. Die deutsche Bevölkerung wurde, soweit sie nicht schon vorher geflohen war, weitgehend vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren teilweise Zwangsumgesiedelte aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war.
Der Name der Stadt Cosel (heute polnisches Ko?le, ein Stadtteil von K?dzierzyn-Ko?le) in Oberschlesien leitet sich wahrscheinlich vom altslawischen Personennamen Kozel oder dem Wort koza (Ziege) ab. Es handelt sich um eine altpolnische Ortsbezeichnung, die auf eine Siedlung zurückgeht, die "Ort der Ziegen" oder "Siedlung des Kozel" bedeutet.
Kaffee HAG, die Kaffee-Handels-Aktiengesellschaft (Kaffee HAG), ist eine Marke für entkoffeinierten Kaffee von Jacobs Douwe Egbert (JDE). Sie geht zurück auf ein 1906 von Ludwig Roselius in Bremen gegründetes Unternehmen.
Im Rahmen der umfangreichen Öffentlichkeitsarbeit für seine Firma gab Roselius ab 1913 unter anderem auch Wappenzeichnungen als Sammlermarken heraus, die Reklamemarken genannt wurden. Für die Marken des Heraldikers Otto Hupp gab es entsprechende Sammelalben. Später wurden auch Alben in anderen europäischen Ländern ausgegeben.
Ein Kaffee-HAG-Album war ein Sammelalbum für Sammelbilder mit Wappen, die den Produkten der Marke Kaffee HAG in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts (einzeln) beilagen oder von der Firma (bogenweise) bezogen werden konnten. Die Sammelbilder wurden im Weltformat V (4 × 5,66 cm) produziert.
Im Jahr 1913 berichteten die Medien erstmals von der Absicht der Firma Kaffee Hag, die Wappen aller Gemeinden, Flecken und Dörfer Deutschlands, der Schweiz, Hollands und Frankreichs einer breiten Öffentlichkeit in Form von Werbemarken näher zu bringen. Allein die Reihe Deutsche Ortswappen sollte 3000 Wappen umfassen, tatsächlich wurden es noch mehr. Die den Kaffeepackungen beigelegten Wappenmarken sollten von den Konsumenten gesammelt und getauscht werden. Eine gewisse Anzahl von Bons berechtigte zum Bezug eines Albums, in welches die Marken eingeklebt werden konnten. Später – so die Vorstellung der Firma Hag – sollten auch geistliche und Geschlechterwappen in die Sammlung miteinbezogen werden.
Zur Umsetzung des Projektes wurden namhafte Sachverständige auf dem Gebiet der Heraldik beigezogen. So wurden die deutschen Wappen von Otto Hupp, einem der damals international angesehensten Heraldiker, gezeichnet. Die Schweizer Wappen wurden in enger Verbindung mit der „Schweizer Heraldischen Gesellschaft“ hergestellt, deren Präsident Paul Ganz die richtige Zuordnung der Wappen überwachte. Die holländische Sammlung stammte von dem Heraldiker Sytze Gerke van der Laars. Dem französischen Wappenalbum (vertrieben unter dem Handelsnamen Sanka) wurde auch eine Landkarte mit Übersicht über die Départements beigegeben. In Österreich wurde das erste Sammelbuch erst 1931 ausgegeben. Es enthielt eine Serie von 150 Wappenmarken mit den Landes-, Städte- und Gemeindewappen. Die Wappenbilder waren ein Werk des Wappenmalers Ernst Krahl, eines Neffen von Karl Krahl.
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