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1921 AD., Germany, Weimar Republic, Kitzingen (town), Notgeld, currency issue, 50 Pfennig, Tieste 3510.05.92. 26005 Reverse 
State: Germany, Weimar Republic
Issuer: Kitzingen (town)
Location of issue: Kitzingen (town) (Bayern / Bayern) Stadt
Date of issue: 1921 AD.,
Value: 50 Pfennig
Size: ca. 92 x 63 mm
Material: paper
Watermark: Wellenbündel
Serial : -
Serial no. : 26005
Signature: (1)
Printer: M. Morschig & Schubert (Drucker) ; designer: Michel Heim (1899–1947) 
Obv.: …. / Als man den Turm erbauen wollt, da hat an Wasser es gefehlt um Kalk und Mörtel anzurühren. Doch tät man nie den Mut verlieren. Hört nur was die Bürger taten: Gar reichlich war der Wein geraten, man schafft ihn buttenweis herbei und rührt damit den Mörtelbrei. / … ; in der Mitte Menschen beim Turmbau, oben Wappen der Stadt Kitzingen: Eine durchgehende, oben gezinnte Brücke mit drei Pfeilern.
Rev.: … / Weinseelig schief steht drum der Turm, doch trotzt er trefflich jedem Sturm. Noch heute spürt er im Mauerwerke von einst des Edlenweines Stärke. / … , Karikatur des schiefen Falterturms, in der Mitte Blick auf den Falterturm, der ein Gesicht hat, davor zwei Menschen.
References: Tieste 3510.05.92 .

Kitzingen ist eine Stadt im nordbayerischen Regierungsbezirk Unterfranken und als Große Kreisstadt Sitz des Landratsamtes im gleichnamigen Landkreis. Die historische Weinhandelsstadt liegt im äußersten Westen der Metropolregion Nürnberg.
Die Geschichte der Stadt Kitzingen beginnt um etwa 745 mit der Gründung eines Frauenklosters. 1040 wurde erstmals eine Siedlung („villa“) um das Kloster erwähnt. Vom 11. bis zum 15. Jahrhundert entwickelte sich Kitzingen nach und nach zur Stadt (das genaue Datum der Stadtrechtverleihung ist nicht bekannt) und konnte sich schrittweise von der Abhängigkeit gegenüber dem Kloster loslösen. 1280 wird Kitzingen urkundlich als „oppidum“ bezeichnet, was so viel wie Marktflecken bedeutet. Im 13. und 14. Jahrhundert wurde die Stadt erstmals mit einem rechteckigen, turmbewehrten Mauerring umgeben. 1802 gelangte Kitzingen erstmals zu Bayern und wurde nach einer kurzen zwischenzeitlichen Zugehörigkeit zum Großherzogtum Würzburg im Jahr 1814 endgültig bayerisch.
In den wirtschaftlich schwierigen Jahren der Nachkriegszeit und der frühen Weimarer Republik gab die Stadt ein eigenes Notgeld heraus, dessen Münzen aufgrund des Materialmangels u.a. auch aus Porzellan bestanden. 1918 wurden Gutscheine zu 50 Pfennig ausgegeben. Die Scheine zeigen Kitzinger Motive wie das Wappen, den Falterturm oder Stadtansichten. Die Herstellung besorgte M. Morschig & Schuber in Kitzingen. Im gleichen Jahr gab die Stadt Notgeld zu 5, 10 und 20 Mark aus. Es wurden die gleichen Scheine verwendet wie in Eggenfelden, Freyung, Fürth und beim Reichsverkehrsministerium, Zweigstelle Bayern. Sie zeigen Personifikationen der Landwirtschaft und der Industrialisierung, hergestellt wurden sie vom Carl Gerber Verlag, München. 1920 wurden Gutscheine zu 50 Pfennig ausgegeben. Die Scheine zeigen erneut örtliche Motive, allegorische Figuren für Handwerk und Landwirtschaft. Auch Texte finden sich auf den Scheinen, zumeist mit einem Bezug zur Inflation oder zum Ort selbst: „O' Kitzingen, du trautes Städtchen schief steht dein Falterturm am Main, gar lieblich sind deine Frankenmädchen und rassig ist dein Frankenwein.“ Die Herstellung übernahm M. Morschig & Schubert in Kitzingen. 1921 gab die Stadt Gutscheine zu 25 und 50 Pfennig in verschiedenen Ausgaben aus, darunter eine Serie à sechs Scheinen. Sie zeigen städtische Motive und thematisieren die Inflation und ihre Entwicklung. Die Entwürfe stammen vom Bildhauer und Grafiker Richard Rother, der in diesen Jahren in Kitzingen lebte und arbeitete. Seine Sujets beziehen sich oft auf den Weinbau und die Winzerkultur. Die Scheine wurden hergestellt von der Konrad Triltsch Druck- und Verlagsanstalt in Würzburg. Notgeld mit inflationsbedingt hohen Werten gab die Stadt Kitzingen 1922 und 1923 aus. Im Inflationsjahr wurden Scheine zu 50.000 bis 1 Billion Mark ausgegeben, die Herstellung übernahm wiederum die Konrad Triltsch Druck- und Verlagsanstalt in Würzburg. 

Der Falterturm ist ein Wahrzeichen der unterfränkischen Stadt Kitzingen. Er ist einer der wenigen erhaltenen Reste der Kitzinger Stadtbefestigung aus dem Spätmittelalter. 
Der runde Turm wurde zwischen 1469 und 1496 als Befestigungs- und Wachturm der äußeren Stadtmauer errichtet und ist der am besten erhaltene Teil dieser ehemaligen Wehranlage. Der Name „Falter“ leitet sich von „Falltor“ ab. Ursprünglich besaß der Turm ein niedrigeres Pendant weiter westlich und zwischen beiden Türmen befand sich eines der fünf Stadttore Kitzingens, das mit einem Falltor verschlossen werden konnte. Eine Brücke, die über den heute zugeschütteten Stadtgraben führte, bildete den Zugang. Ende des 19. Jahrhunderts, als ein Großteil der Stadtbefestigung geschleift wurde, brach man den zweiten Turm sowie den Torbau ab, um den Stadteingang zu vergrößern, wodurch der Falterturm heute isoliert steht. Auf historischen Stadtansichten Kitzingens ist diese verloren gegangene Befestigungsanlage noch gut zu erkennen.
Der Turm hat eine Höhe von 52 Metern und besitzt sieben Stockwerke. Besonders auffällig ist der schiefe Helm des als Baudenkmal geschützten Turmes, der deshalb auch als „schiefer Turm von Kitzingen“ bezeichnet wird. Grund für die Neigung des Turmhelms ist ein Absacken des Dachgebälks, wenngleich lokale Legenden dafür die angebliche Vermischung des Mörtels mit Wein verantwortlich machen. 
Von 1963 bis 2011 beherbergte der Turm die Schausammlung des Deutschen Fastnachtmuseums. Im Januar 2011 wurde das Museum geschlossen, da der Falterturm in einem Gutachten als stark brandgefährdet eingestuft wurde. Bis Ende des Jahres sollte der Turm für etwa 250.000 Euro brandschutztechnisch aufgerüstet werden. Verschiedene Pläne für den Umbau wurden in der Folge verworfen, da sie den Aufbau und Charakter des Turmes zu stark verändert hätten. 

Michel Heim wurde 1899 in Kitzingen geboren, er starb 1947 in Weimar. Er war freischaffender Künstler und Schüler des bekannten Nürnberger Künstlers Rudolf Schiestl. Michel Heim lebte u. a. in München, Würzburg, Schweinfurt, Gochsheim und zuletzt in Hetschgurg bei Weimar. Er illustrierte Bücher (Meine Freunde 1945, Am Bach und Wiesenrand und Im Wald und Feld 1946) und fertigte hauptsächlich Holzschnitte. 

Schlüsselwörter: Germany Weimar Republic Kitzingen town Stadt Bayern Bavaria Notgeld currency Pfennig paper Morschig Schubert Michel Heim tower construction worker face people

1921 AD., Germany, Weimar Republic, Kitzingen (town), Notgeld, currency issue, 50 Pfennig, Tieste 3510.05.92. 26005 Reverse

State: Germany, Weimar Republic
Issuer: Kitzingen (town)
Location of issue: Kitzingen (town) (Bayern / Bayern) Stadt
Date of issue: 1921 AD.,
Value: 50 Pfennig
Size: ca. 92 x 63 mm
Material: paper
Watermark: Wellenbündel
Serial : -
Serial no. : 26005
Signature: (1)
Printer: M. Morschig & Schubert (Drucker) ; designer: Michel Heim (1899–1947)
Obv.: …. / Als man den Turm erbauen wollt, da hat an Wasser es gefehlt um Kalk und Mörtel anzurühren. Doch tät man nie den Mut verlieren. Hört nur was die Bürger taten: Gar reichlich war der Wein geraten, man schafft ihn buttenweis herbei und rührt damit den Mörtelbrei. / … ; in der Mitte Menschen beim Turmbau, oben Wappen der Stadt Kitzingen: Eine durchgehende, oben gezinnte Brücke mit drei Pfeilern.
Rev.: … / Weinseelig schief steht drum der Turm, doch trotzt er trefflich jedem Sturm. Noch heute spürt er im Mauerwerke von einst des Edlenweines Stärke. / … , Karikatur des schiefen Falterturms, in der Mitte Blick auf den Falterturm, der ein Gesicht hat, davor zwei Menschen.
References: Tieste 3510.05.92 .

Kitzingen ist eine Stadt im nordbayerischen Regierungsbezirk Unterfranken und als Große Kreisstadt Sitz des Landratsamtes im gleichnamigen Landkreis. Die historische Weinhandelsstadt liegt im äußersten Westen der Metropolregion Nürnberg.
Die Geschichte der Stadt Kitzingen beginnt um etwa 745 mit der Gründung eines Frauenklosters. 1040 wurde erstmals eine Siedlung („villa“) um das Kloster erwähnt. Vom 11. bis zum 15. Jahrhundert entwickelte sich Kitzingen nach und nach zur Stadt (das genaue Datum der Stadtrechtverleihung ist nicht bekannt) und konnte sich schrittweise von der Abhängigkeit gegenüber dem Kloster loslösen. 1280 wird Kitzingen urkundlich als „oppidum“ bezeichnet, was so viel wie Marktflecken bedeutet. Im 13. und 14. Jahrhundert wurde die Stadt erstmals mit einem rechteckigen, turmbewehrten Mauerring umgeben. 1802 gelangte Kitzingen erstmals zu Bayern und wurde nach einer kurzen zwischenzeitlichen Zugehörigkeit zum Großherzogtum Würzburg im Jahr 1814 endgültig bayerisch.
In den wirtschaftlich schwierigen Jahren der Nachkriegszeit und der frühen Weimarer Republik gab die Stadt ein eigenes Notgeld heraus, dessen Münzen aufgrund des Materialmangels u.a. auch aus Porzellan bestanden. 1918 wurden Gutscheine zu 50 Pfennig ausgegeben. Die Scheine zeigen Kitzinger Motive wie das Wappen, den Falterturm oder Stadtansichten. Die Herstellung besorgte M. Morschig & Schuber in Kitzingen. Im gleichen Jahr gab die Stadt Notgeld zu 5, 10 und 20 Mark aus. Es wurden die gleichen Scheine verwendet wie in Eggenfelden, Freyung, Fürth und beim Reichsverkehrsministerium, Zweigstelle Bayern. Sie zeigen Personifikationen der Landwirtschaft und der Industrialisierung, hergestellt wurden sie vom Carl Gerber Verlag, München. 1920 wurden Gutscheine zu 50 Pfennig ausgegeben. Die Scheine zeigen erneut örtliche Motive, allegorische Figuren für Handwerk und Landwirtschaft. Auch Texte finden sich auf den Scheinen, zumeist mit einem Bezug zur Inflation oder zum Ort selbst: „O' Kitzingen, du trautes Städtchen schief steht dein Falterturm am Main, gar lieblich sind deine Frankenmädchen und rassig ist dein Frankenwein.“ Die Herstellung übernahm M. Morschig & Schubert in Kitzingen. 1921 gab die Stadt Gutscheine zu 25 und 50 Pfennig in verschiedenen Ausgaben aus, darunter eine Serie à sechs Scheinen. Sie zeigen städtische Motive und thematisieren die Inflation und ihre Entwicklung. Die Entwürfe stammen vom Bildhauer und Grafiker Richard Rother, der in diesen Jahren in Kitzingen lebte und arbeitete. Seine Sujets beziehen sich oft auf den Weinbau und die Winzerkultur. Die Scheine wurden hergestellt von der Konrad Triltsch Druck- und Verlagsanstalt in Würzburg. Notgeld mit inflationsbedingt hohen Werten gab die Stadt Kitzingen 1922 und 1923 aus. Im Inflationsjahr wurden Scheine zu 50.000 bis 1 Billion Mark ausgegeben, die Herstellung übernahm wiederum die Konrad Triltsch Druck- und Verlagsanstalt in Würzburg.

Der Falterturm ist ein Wahrzeichen der unterfränkischen Stadt Kitzingen. Er ist einer der wenigen erhaltenen Reste der Kitzinger Stadtbefestigung aus dem Spätmittelalter.
Der runde Turm wurde zwischen 1469 und 1496 als Befestigungs- und Wachturm der äußeren Stadtmauer errichtet und ist der am besten erhaltene Teil dieser ehemaligen Wehranlage. Der Name „Falter“ leitet sich von „Falltor“ ab. Ursprünglich besaß der Turm ein niedrigeres Pendant weiter westlich und zwischen beiden Türmen befand sich eines der fünf Stadttore Kitzingens, das mit einem Falltor verschlossen werden konnte. Eine Brücke, die über den heute zugeschütteten Stadtgraben führte, bildete den Zugang. Ende des 19. Jahrhunderts, als ein Großteil der Stadtbefestigung geschleift wurde, brach man den zweiten Turm sowie den Torbau ab, um den Stadteingang zu vergrößern, wodurch der Falterturm heute isoliert steht. Auf historischen Stadtansichten Kitzingens ist diese verloren gegangene Befestigungsanlage noch gut zu erkennen.
Der Turm hat eine Höhe von 52 Metern und besitzt sieben Stockwerke. Besonders auffällig ist der schiefe Helm des als Baudenkmal geschützten Turmes, der deshalb auch als „schiefer Turm von Kitzingen“ bezeichnet wird. Grund für die Neigung des Turmhelms ist ein Absacken des Dachgebälks, wenngleich lokale Legenden dafür die angebliche Vermischung des Mörtels mit Wein verantwortlich machen.
Von 1963 bis 2011 beherbergte der Turm die Schausammlung des Deutschen Fastnachtmuseums. Im Januar 2011 wurde das Museum geschlossen, da der Falterturm in einem Gutachten als stark brandgefährdet eingestuft wurde. Bis Ende des Jahres sollte der Turm für etwa 250.000 Euro brandschutztechnisch aufgerüstet werden. Verschiedene Pläne für den Umbau wurden in der Folge verworfen, da sie den Aufbau und Charakter des Turmes zu stark verändert hätten.

Michel Heim wurde 1899 in Kitzingen geboren, er starb 1947 in Weimar. Er war freischaffender Künstler und Schüler des bekannten Nürnberger Künstlers Rudolf Schiestl. Michel Heim lebte u. a. in München, Würzburg, Schweinfurt, Gochsheim und zuletzt in Hetschgurg bei Weimar. Er illustrierte Bücher (Meine Freunde 1945, Am Bach und Wiesenrand und Im Wald und Feld 1946) und fertigte hauptsächlich Holzschnitte.

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Dateiname:RaLDK-132rsst.jpg
Name des Albums:Arminius / Germany, Kitzingen
Schlüsselwörter:Germany / Weimar / Republic / Kitzingen / town / Stadt / Bayern / Bavaria / Notgeld / currency / Pfennig / paper / Morschig / Schubert / Michel / Heim / tower / construction / worker / face / people
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Hinzugefügt am:%26. %801 %2026
Abmessungen:1280 x 1817 Pixel
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