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1921 AD., Germany, Weimar Republic, Münster (town), Notgeld, collector series issue, 2 Mark, Grabowski/Mehl 916.2b-4/5. Reverse 
State: Germany, Weimar Republic
Issuer: Münster (town)
Location of issue: Münster (town) (Westfalen / Nordrhein-Westfalen) Stadt
Date of issue: 1.8.1921 AD.,
Value: 2 Mark
Size: ca. 114 x 85 mm 
Material: paper 
Watermark: Rautensterne
Serial : -
Serial no. : -
Signatures: Dr. Sperlich & Darius (2)
Printer: Gebrüder Jänecke in Hannover ; designer: Josef Dominicus
Obv.: Dat m´ut´n Snider all´s maken kann, Dat süht m´den Jan äs Künink an. (Dass man aus einem Schneider alles machen kann, das sieht man dem Jan als König an.) / ... , König Jan van Leyden sitzt mit dem Zepter im Arm auf seinem Thron, der zwischen zwei Bögen des Prinzipalmarktes steht. 
Rev.: Ein Konink uprecht over All, Ein Godt, Ein Gelove, Ein Doepe. (Ein König erhöht über Alle. Ein Gott, Ein Glaube, Eine Taufe.) / ... , Wappen des Wiedertäuferkönigs, ein von zwei Schwertern durchbohrten gekrönten Globus, zum Teil verdeckt von einem Spruchband des Alphabets.
References: 916.2b-4/5 .

Im Gefolge der großen religiös-sozialen Umwälzungen am Ausgange des Mittelalters faßte in der alten Bischofsstadt Münster die schwärmerische Lehre der Melchioriten festen Fuß, nachdem Prediger Rottmann dort auf dem Rathause die Kindertaufe verworfen und die Wiedertaufe verteidigt hatte. Münster wurde bald Zufluchtsstätte der von Katholiken und Lutheranern überall verfolgten Wiedertäufer. 

Jan van Leiden (eigentlich Jan Beuckelszoon oder Beukelszoon; * 2. Februar 1509 bei Leiden; † 22. Januar 1536 in Münster, Westfalen) war eine führende Persönlichkeit der Täufer und späterer „König“ des Täuferreichs von Münster. Eingedeutscht wurde sein Name in Johann Bockelson (oder Bokelson) bzw. Johann von Leiden (oder Leyden). an Beuckelszoon wurde in der Nähe von Leiden als Sohn des Dorfschulzen Beukel Gerritsz[1] und einer Dienstmagd Aleke oder Alit geboren, die der Vater nach dem Tod seiner Frau heiratete. Jan lernte das Schneiderhandwerk und arbeitete in Flandern und England. Er zog nach Leiden und heiratete die Witwe eines Schiffers. Als Kaufmann reiste er bis nach Lübeck und Lissabon. Schließlich betrieb er in Leiden eine Gastwirtschaft, war Meistersinger, Reimdichter und Schauspieler bei den städtischen Festspielen. 
1533 lernte er den Täufer Jan Matthys kennen und ließ sich von ihm taufen. Sein Interesse für die neue christliche Bewegung war schon zuvor erwacht, als er bei einem Besuch in Münster einige Predigten von Bernd Rothmann gehört hatte. Jan Matthys sandte Jan van Leiden als Apostel nach Münster, um die dortigen Täufer zu unterstützen. Bald wurde er neben Matthys ihr Führer in der Stadt. Die Täufer errangen die Mehrheit im Rat und machten Münster zu einer ihrer Hochburgen. Der aus der Stadt vertriebene Bischof Franz von Waldeck belagerte die Stadt jedoch seit dem 28. Februar 1534 mit Hilfe seiner Ritterschaft, den Erbmännern und von Landsknechtstruppen, u. a. des Landgrafen Philipp von Hessen. 
Als Matthys bei einem Ausfall aus der belagerten Stadt am 4. April 1534 ums Leben kam, stieg van Leiden zum alleinigen Führer der Täufer in Münster auf. Er nahm als Johann I. den Königstitel an, errichtete das „Königreich Zion“ und umgab sich mit einem glänzenden Hofstaat. Mit Hilfe von „12 Aposteln“ als seinem Rat und zusammen mit seinem Statthalter und Scharfrichter Bernd Knipperdolling und seinem „Reichskanzler“ Heinrich Krechting übte er ein Schreckensregiment aus und erstickte jeden Widerstand in Blut. In Vorbereitung auf die vermeintlich nahende Endzeit ließ er alle Bücher bis auf die Bibel verbrennen, schaffte das Geld ab und führte eine an die Gütergemeinschaft der Jerusalemer Urgemeinde angelehnte Gütergemeinschaft ein. Verstöße gegen die Zehn Gebote wurden mit Todesstrafe belegt. 

Der stolze Wahlspruch König Jans:‚Ein Künink uprecht over all, Ein Godt, ein Geloeve, ein Doepe‘ und nun ein Bild köstlichen Humors: Jan hoch auf seinem Throne vor dem Rathause, die Huldigung seiner Untertanen entgegennehmend. Jan mit Krone, Zepter und Purpur in unnachahmlich ‚graziöser‘, dünkelhafter Aufgeblasenheit und dazu Karl Wagenfeld:‚Dat m’ut’n Snider all’s maken kann, Dat süht m‘ den Jan äs Künink an. 

Josef Dominicus nutzte Portraits, die der Soester Renaissance-Künstler Heinrich Aldegrever (* 1502 in Paderborn; † zwischen 1555 und 1561 in Soest) machte. Nach der Eroberung Münsters in der Johannisnacht 1535 erhielt Aldegrever die Möglichkeit oder den Auftrag, die gefangenen Wiedertäufer zu portraitieren. 

Schlüsselwörter: Germany Weimar Republic Münster town Stadt Westfalen Nordrhein-Westfalen Notgeld collector series Mark paper Sperlich Darius Josef Dominicus Gebrüder Jänecke Hannover Wiedertäufer man throne globe

1921 AD., Germany, Weimar Republic, Münster (town), Notgeld, collector series issue, 2 Mark, Grabowski/Mehl 916.2b-4/5. Reverse

State: Germany, Weimar Republic
Issuer: Münster (town)
Location of issue: Münster (town) (Westfalen / Nordrhein-Westfalen) Stadt
Date of issue: 1.8.1921 AD.,
Value: 2 Mark
Size: ca. 114 x 85 mm
Material: paper
Watermark: Rautensterne
Serial : -
Serial no. : -
Signatures: Dr. Sperlich & Darius (2)
Printer: Gebrüder Jänecke in Hannover ; designer: Josef Dominicus
Obv.: Dat m´ut´n Snider all´s maken kann, Dat süht m´den Jan äs Künink an. (Dass man aus einem Schneider alles machen kann, das sieht man dem Jan als König an.) / ... , König Jan van Leyden sitzt mit dem Zepter im Arm auf seinem Thron, der zwischen zwei Bögen des Prinzipalmarktes steht.
Rev.: Ein Konink uprecht over All, Ein Godt, Ein Gelove, Ein Doepe. (Ein König erhöht über Alle. Ein Gott, Ein Glaube, Eine Taufe.) / ... , Wappen des Wiedertäuferkönigs, ein von zwei Schwertern durchbohrten gekrönten Globus, zum Teil verdeckt von einem Spruchband des Alphabets.
References: 916.2b-4/5 .

Im Gefolge der großen religiös-sozialen Umwälzungen am Ausgange des Mittelalters faßte in der alten Bischofsstadt Münster die schwärmerische Lehre der Melchioriten festen Fuß, nachdem Prediger Rottmann dort auf dem Rathause die Kindertaufe verworfen und die Wiedertaufe verteidigt hatte. Münster wurde bald Zufluchtsstätte der von Katholiken und Lutheranern überall verfolgten Wiedertäufer.

Jan van Leiden (eigentlich Jan Beuckelszoon oder Beukelszoon; * 2. Februar 1509 bei Leiden; † 22. Januar 1536 in Münster, Westfalen) war eine führende Persönlichkeit der Täufer und späterer „König“ des Täuferreichs von Münster. Eingedeutscht wurde sein Name in Johann Bockelson (oder Bokelson) bzw. Johann von Leiden (oder Leyden). an Beuckelszoon wurde in der Nähe von Leiden als Sohn des Dorfschulzen Beukel Gerritsz[1] und einer Dienstmagd Aleke oder Alit geboren, die der Vater nach dem Tod seiner Frau heiratete. Jan lernte das Schneiderhandwerk und arbeitete in Flandern und England. Er zog nach Leiden und heiratete die Witwe eines Schiffers. Als Kaufmann reiste er bis nach Lübeck und Lissabon. Schließlich betrieb er in Leiden eine Gastwirtschaft, war Meistersinger, Reimdichter und Schauspieler bei den städtischen Festspielen.
1533 lernte er den Täufer Jan Matthys kennen und ließ sich von ihm taufen. Sein Interesse für die neue christliche Bewegung war schon zuvor erwacht, als er bei einem Besuch in Münster einige Predigten von Bernd Rothmann gehört hatte. Jan Matthys sandte Jan van Leiden als Apostel nach Münster, um die dortigen Täufer zu unterstützen. Bald wurde er neben Matthys ihr Führer in der Stadt. Die Täufer errangen die Mehrheit im Rat und machten Münster zu einer ihrer Hochburgen. Der aus der Stadt vertriebene Bischof Franz von Waldeck belagerte die Stadt jedoch seit dem 28. Februar 1534 mit Hilfe seiner Ritterschaft, den Erbmännern und von Landsknechtstruppen, u. a. des Landgrafen Philipp von Hessen.
Als Matthys bei einem Ausfall aus der belagerten Stadt am 4. April 1534 ums Leben kam, stieg van Leiden zum alleinigen Führer der Täufer in Münster auf. Er nahm als Johann I. den Königstitel an, errichtete das „Königreich Zion“ und umgab sich mit einem glänzenden Hofstaat. Mit Hilfe von „12 Aposteln“ als seinem Rat und zusammen mit seinem Statthalter und Scharfrichter Bernd Knipperdolling und seinem „Reichskanzler“ Heinrich Krechting übte er ein Schreckensregiment aus und erstickte jeden Widerstand in Blut. In Vorbereitung auf die vermeintlich nahende Endzeit ließ er alle Bücher bis auf die Bibel verbrennen, schaffte das Geld ab und führte eine an die Gütergemeinschaft der Jerusalemer Urgemeinde angelehnte Gütergemeinschaft ein. Verstöße gegen die Zehn Gebote wurden mit Todesstrafe belegt.

Der stolze Wahlspruch König Jans:‚Ein Künink uprecht over all, Ein Godt, ein Geloeve, ein Doepe‘ und nun ein Bild köstlichen Humors: Jan hoch auf seinem Throne vor dem Rathause, die Huldigung seiner Untertanen entgegennehmend. Jan mit Krone, Zepter und Purpur in unnachahmlich ‚graziöser‘, dünkelhafter Aufgeblasenheit und dazu Karl Wagenfeld:‚Dat m’ut’n Snider all’s maken kann, Dat süht m‘ den Jan äs Künink an.

Josef Dominicus nutzte Portraits, die der Soester Renaissance-Künstler Heinrich Aldegrever (* 1502 in Paderborn; † zwischen 1555 und 1561 in Soest) machte. Nach der Eroberung Münsters in der Johannisnacht 1535 erhielt Aldegrever die Möglichkeit oder den Auftrag, die gefangenen Wiedertäufer zu portraitieren.

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Name des Albums:Arminius / German States, Münster, Stadt
Schlüsselwörter:Germany / Weimar / Republic / Münster / town / Stadt / Westfalen / Nordrhein-Westfalen / Notgeld / collector / series / Mark / paper / Sperlich / Darius / Josef / Dominicus / Gebrüder / Jänecke / Hannover / Wiedertäufer / man / throne / globe
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