1918 AD., Germany, 2nd Empire, Münster, Landesbank der Provinz Westfalen, Notgeld, currency issue, 50 Mark, Geiger 549.09. A 013122 Reverse
State: Germany, 2nd Empire
Issuer: Provinzialverband der Provinz Westfalen – Landesbank der Provinz Westfalen
Location of issue: Location of issue: Münster (town) (Westfalen / Nordrhein-Westfalen)
Date of issue: 1.11.1918 , gültig bis 1.2.1919
Value: 50 Mark , Entwertung durch Lochung
Size: 144 x 96 mm
Material: paper
Watermark: - (?)
Serial : Reihe A
Serial no. : 013122
Signatures: (3)
Printer: Fr. Wilh. Ruhfuß, Dortmund ; designer: ?
Obv.: … , Siegel und Trockensiegel der Landesbank mit dem Wappen der preußischen Provinz Westfalen.
Rev.: … , Vollwappen der preußischen Provinz Westfalen aus dem 19. Jahrhundert, das Sachsenross zwischen anderen Figuren und Flaggen.
References: Geiger 549.09 .
Das Wappen der preußischen Provinz Westfalen war ein springendes, silbernes Pferd auf rotem Grund. Es wird auch als "Westfalenross" bezeichnet. Dieses Wappen geht auf das "Sachsenross" zurück und wurde von den Welfen übernommen. Sas Vollwappen der preußischen Provinz Westfalen aus dem 19. Jahrhundert; Illustration von Professor Hugo Gerard Ströhl (1851-1919). Das Wappen wurde offiziell mit Erlass des preußischen Staatsministeriums vom 28. Februar 1881 festgelegt.
Die Provinz Westfalen war von 1815 bis 1918 eine Provinz des Königreichs Preußen und von 1918 bis 1946 eine Provinz des Freistaats Preußen.
Der Staat Preußen wurde nach dem Wiener Kongress durch die Verordnung wegen verbesserter Einrichtung der Provinzialbehörden vom 30. April 1815 in zehn Provinzen eingeteilt, eine davon war Westfalen. Provinzialhauptstadt war Münster. In der neuen Provinz waren zahlreiche ehemals eigenständige Territorien mit unterschiedlichen Traditionen und Konfessionen vereinigt. Zwar entwickelte sich, von der Provinzialverwaltung gefördert, allmählich eine Art gemeinsames „Westfalenbewusstsein“. Dennoch blieben die inneren Unterschiede groß. Dies gilt sozial- und wirtschaftsgeschichtlich für die verschiedenen Lebenswelten im industrialisierten, städtischen Westfalen und dem landwirtschaftlichen, dörflichen Westfalen. Daneben blieben die Konfessionsgrenzen von erheblicher Bedeutung. Unterschiede wie diese schlugen sich unter anderem in einer sehr differenzierten politischen Kultur nieder.
Die Landesbank der Provinz Westfalen (später WestLB) war ein wichtiger Bestandteil der Finanzlandschaft Westfalens und war die Vorgängerin der Westdeutschen Landesbank (WestLB). Sie wurde 1832 als Provinzial-Hülfskasse gegründet und diente der Förderung der Gemeinden und der Wirtschaft Westfalens. 1969 fusionierte sie mit der Landesbank der Rheinprovinz zur WestLB.